Reiseberichte

 

Hallo meine lieben Freunde,

was soll ich sagen? Tja ich bin wieder zu Hause. Seit mittlerweile 10 Tagen. Da ich die Story "eher" unvollendet liess, dachte wohl manch einer ich waere nun doch noch irgendwo in Kolumbien verschollen. Aufgrund einer Nachfrage bei Delta Airlines habe ich mich dann entschlossen, mein Specialized Peru Stumpjumper Fake Bike doch mit nach Hause zu nehmen. Schoen und reisetauglich verpackt habe ich es dann auf das Taxidach gebunden, und bin zum Flughafen gefahren. Dort angekommen, hat dann gleich mal wieder gar nichts funktioniert. Fuer das Rad sollte ich ploetzlich dann 100 Dollar zahlen (pro Flug), und ausserdem hatten sie keinen blassen Schimmer das ich meinen Flug umgebucht habe, und wollten gleich auch noch mal die Umbuchungsgebuehr kassieren (stolze 260 Dollar). Obwohl das ganze nicht im geringsten meine Schuld war, sondern rein die von Delta-Airlines (wofuer rufe ich denn vorher extra noch an, wenns dann eh ueberhaupt nicht stimmt), wurde das ganze auch noch mit einer "Das ist nun mal so" Attituede praesentiert. Das ging so natuerlich gar nicht, und ich war gleich mal ziemlich angepisst, und habe mich gleich richtig in die Diskussion gestuerzt. Da ich sowieso schon sehr veraergert ueber Delta Airlines war (260 Dollar umbuchungsgebuehren), konnte ich mich da etwas abreagieren. Die Frau am Schalter war bald mal ueberfordert, und so wurdens immer mehr Mitarbeiter die auf mich einredeten. Irgendwann holten sie dann auch ihren Chef hinzu, denn ich verlangt hatte. Irgendwann rafften sie es dann doch dass ich die Umbuchungsgebuehren bereits vor 2 Monaten bezahlt hatte (eig. der Berni). Nun blieb noch das Fahrradproblem. Die Situation kotzte mich ziemlich an, eigentlich haette ich das Rad ja dagelassen, da mir die Auskunft bei Delta Airlines allerdings mitteilte ich koenne das Rad mitnehmen solange es ein gewisses Packmass nicht ueberschreitet (tat es auch nicht), nahm ich es halt mit. Ansonsten haette ich es einem Strassenkind oder irgendjemandem schenken koennen der eine Verwendung dafuer hat. Irgendwann als ich mir schon ne Bestaetigung (hehe, wuerd ja eh nichts bringen) geben lassen wollte, dass es einem Strassenkind geschenkt wird, schwenkten sie dann ein und ploetzlich werkten 4 leute an meinem karton herum um ihn kleiner zu bekommen, schlussendlich da es mit dem flug auch schon knapp wurde, packten alle mit an, und ich konnte mein rad mitnehmen. Nachdem schon geboarded wurde musste ich ploetzlich noch mal runter aufs rollfeld, und mein rad musste aus irgendeinem grund noch mal aufgerissen werden, nur um eine minute spaeter hastig wieder zugeklebt zu werden.

Endlich an Board, gabs dann ein technisches Problem mit den Bremsen. Besser gesagt die Bremsen funktionierten nicht, und dass kann wie man sich vorstellen kann zu Problemen bei der Landung fuehren. Nachdem wieder  eineinhalb Stunden nach dem Problem gesucht wurde, hiess es dann wieder aussteigen und am naechsten tag fliegen. Quasi zur Entschaedigung wurden wir in ein Luxushotel gefahren, um unsere Qualen halbwegs ertraeglich zu machen. Am naechsten Tag gings dann doch noch nach Atlanta. In Atlanta angekommen, fand gleich ne riesige Schwulenparade statt. Ueberall betrunkene, schwitzende und tanzende Schwule. Ziemlich cool.  Mein Hauptgrund fuer Atlanta war ja nicht die gay-parade sondern mir dort ein Rad zu kaufen (ja noch ein zweites), und zwar mein Traumrad, ein billiges Bianchi Bahnrad http://www.bianchiusa.com/07_pista.html das hab ich auch getan. Und dann konnt ichs kaum noch erwarten endlich in oesterreich damit herumzufahren. In Muenchen angekommen, und bei der Heimfahrt, fiel mir dann mal auf wie kitschig schoen bei uns alles ist.

Nachdem ich das Wochenende gut rumgebracht hatte, stieg ich dann am montag wieder bei velofax an. So dumm es klingt aber auf das Arbeiten hab ich mich definitiv gefreut. Jetzt gehts also wieder Vollgas auf dem Bike durch die Stadt. Mein Bahnrad auf dem ich eine Woche voller Action erlebt habe, wurde gestern gestohlen. Wenn also irgendjemand eine Person auf einem silbernen Bianchi Bahnrad (siehe Link oben) fahren sieht, dann ist das definitv meines, sowas faehrt in Salzburg sonst keiner.

So das wars dann, die Reise ist zu Ende, und es wird wieder gearbeitet fuer die naechste Reise. Das wird wahrscheinlich auch ne Weile dauern, aber dann gehts wieder raus in die welt, ich denke mit dem Bike.

So denn es hat mir immer Spass gemacht ueber die Reise zu schreiben, und es hat mich gefreut wenn Leute dass ganze verfolgt haben, und vielleicht auch etwas Spass daran gefunden haben. Fuer mich waren es definitv 8 Hammermonate mit jeder Menge Spiel, Spass und Spannung (wie ein Ueberraschungsei). Und jetzt schauen wir mal in die Zukunft, wo auch wieder jede Menge Abenteuer auf uns warten koennten.

"The future is unwritten" The CLASH

Vielleicht hau ich noch mal ein Update rein, mit Fotos und so, oder fuehr nen Blog unter einer anderen Adresse weiter, so mit spannendem Kurieralltag und taeglichen Kommentaren zur Weltpolitik.

Ach ja und Berni Kohl ist im Moment auf Rang 2 bei der Tour de France, und der ORF wuerdigt das ganze dann auch noch manchmal aber nur manchmal mit Liveuebertragungen. Ein drittklassiges Fussballspiel der Oesterreichischen Bundesliga is halt wichtiger. Was der Kohl gerade leistet ist unglaublich und war noch nie da. Also schaut Eurosport, und drueckt die Daumen.

Hasta la vista, amigos!

 

 

Hola companeros amigos,

 

So wars dann auch ich fuhr durch den sagenhaften Chicamocha Canyon (oder so). Engels Trompeten und Teufels Posaunen erschallten beim Anblick dieses beeindruckenden Naturschauspiels. Kann man auf den Fotos bestaunen. In San Gil beendete ich dann meinen Tag. Das Dorf ist eines der Adventure Zentren Kolumbiens. Dort kann man so angesagte Extrem-Aktivitaeten wie Upseiling (Auf- und Abseilen?), Rappling (¿) oder auch Caving (in der Hoehle spazierengehen). Ganz in der Naehe liegt das liebliche Dort Barichara mit schoener Kolonialarchitektur. Das wollt ich natuerlich nicht verpassen, und so fuhr ich die paar Kilometer, diesmal ohne Gepaeck dorthin. Ja und es war wirklich schoen. Auf dem Nachhauseweg blieb ich bei einer Kneippe auf dem Huegel stehen um ein Bier in dieser wunderschoenen Daemmerungskulisse und angenehmsten Temperaturen zu trinken. Daraus wurden dann mehrere, und es war ein interessanter Abend.

 

Von San Gil dann weiter nach Barbosa bereitete mir mein Bike mal wieder schwere Stunden. Der Tag fing schon fragwuerdig an, als ich die wahrscheinlich schlechtesten Empanadas meines gesamten bisherigen Trips ass, einfach nur scheisse. Die lagen dort bestimmt schon ein paar Monate. Als ich so im typischen Meditativen Zustand und zu Turbonegro Sound dahinbike reisst mich ein Geraeusch wie beim Zahnarzt wenn sich der Bohrer durch den Zahn arbeitet, jaeh aus meinem Paradies. Es ist der Gepaeckstraeger, wieder gebrochen, dieses Mal an einer anderen Stelle. Also eiere ich welter zum naechsten Dorf, wo gerade ein Fest voll im Gange ist und wahrscheinlich deshalb die 2 verfuegbaren Gaestebetten des Dorfes belegt sind. Also weiter durch stroemenden Regen und die kolumbianische Finsternis nach Barbosa.

 

Dort angekommen hilft mir dann gleich ein Einheimischer namens Anjelo bei der nicht sehr schwierigen Hotelsuche. Wie sich herausstellt, hat Anjelo auch nen Bikeshop und so reparieren wir am naechsten Tag den Gepaeckstraeger notbehelfs indem wir ihn einfach mit Draht am Rahmen festbinden. Fuehlt sich beim Fahren einfach nur kacke an, in etwa so wie wenn der Rahmen dreimal gebrochen waere und man ihn danach mit Pflaster zusammenklebt. Ich verbrachte 2 Tage im schoenen Ort Barbosa, dort wurde ich von Anjelos Familie bewirtet und mit familaerer Zuwendung bedacht. Von Barbosa warens dann noch 200km nach Bogota, ole ole. Zuerst von Barbosa nach Tunja. Wieder rauf auf 3000m. Eigentlich wollte ich 2 Tage oder so dort bleiben, bei genauerer Ueberlegung kam ich aber zum Schluss dass ich eigentlich gar nicht mehr so viel Zeit habe und auch fuer den Rueckflug noch ein paar Sachen organisieren muss. Also weiter nach Bogota noch 130km zur Stadtgrenze.

 

War ziemlich heugelig der ganze Spass aber irgendwann gehts dann leicht bergab und man donnert Bogota entgegen. Bogota ist ne riesige Stadt und so hatte ich auch noch etwas Action im chaotischen und wilden Verkehr Bogotas. Und dann war ich da, im Platypus in Bogota D.C., endgueltig am Ende angekommen (der Reise, hehe). Gestern dann auch noch ne besondere Sache die Franko-Kolumbianerin und wohl beruehmteste Geisel der FARC Ingrid Betancourt, die ehemalige Praesidentschaftskanditatin, wurde mit einigen anderen befreit, nach 6 Jahren in Gefangenschaft.  Ein riesiger Triumph fuer Kolumbien und vor allem fuer Praesident Uribe dessen Popularitaet wohl am Hoehepunkt angekommen ist.  Waehrend wir Bier und Rum genossen, erstattete ein Franzose via Telefon live-Berichte fuer das franzoesische Radio.

 

Heute dann noch die Strasse mit allen Bikeshops abgecheckt, und noch ein paar coole Dinge dort erstanden. Wenn ich noch Platz haette, wuerd ich mir doch glatt auch noch ein cooles BMX oder so mitnehmen. Suedamerikanische Bmx haben einfach Style, das muss man hier mal in aller Klarheit sagen. Nicht so wie bei uns diese ekligen Bikes mit Stangen auf den Seiten zum Sliden und so, sondern coole Bmx, fette Reifen, geile Gimmicks und bereit fuer Action. Ueberhaupt ist es ne coole Sache zu sehen wie das Rad hier als Kultur existiert, mit Acessoires und Mode fuer und rund ums Biken. So schauts aus meine Freunde. Morgen also der letzte Tag und heute wohl die letzte Party fuer mich auf diesem Kontinent. So denn in diesem Sinne adios mi amor, Colombia.

 

neue Fotos sind auch onLINE.

 

Pamplona – Bucaramanga 125km

Bucaramanga – San Gil 115km

San Gil – Barbosa 110km

Barbosa – Tunja 70km

Tunja – Bogota 140km

 

Gesamt: 6470km!

 

Zigarren, Champagner und Dosenbier, throw up your goats!!!

 

 

 

 

 

 

hohoho,

auf dem Weg von Pamplona nach Bucaramanga wars mal wieder so weit, grossartige Landschaften, und Szenerien wurden passiert. Man kaempft sich stundenlang rauf auf 3400m faehrt dann ne Weile auf 3000m rauf und runter und kommt dann schliesslich nach Berlin. Einer Strasse auf 3100m Hoehe, Dreck, Matsch, und jede Menge Altiplano Feeling. Danach gehts dann einige Kilometer auf der Ebene dahin, bevor man sich in die 50km Abfahrt stuerzt. Und wirklich 50km puro abajar, nur runter. Musik rein und rollen lassen, dabei passiert man dann mal mindestens 3 verschiedenen Vegetationszonen und sieht dabei von allen wohl nur das beste. Kurz vor Bucaramanga als ich gerade ein Foto mache, bleibt ein vollbeladener Bus mitten in der Strasse stehen, und will das ich mal rueberkomme. Ich denke mir der will sich jetzt fuer mein Ueberholmanoever oder irgendsoetwas beschweren. Doch nichts da, die Crew interessiert sich einfach fuer meinen Fall, mein Motiv mit dem Rad durch Suedamerika und Kolumbien zu fahren usw. . Waehrend sich der Verkehr mal genuesslich aufstaut gebe ich bereiwillig Auskunft und finds ehrlich gesagt nur geil. Die Abfahrt gehoert mal definitv zu den besten Dingen die ich jemals auf einem Bike gemacht und gesehen habe, unglaublich, hab auch ein paar Fotos gemacht, bis dann meine Kamera den Geist aufgab. Obwohl ich sagen muss dass die Fotos auch aufgrund des schlechten Zooms und Aufloesung meist nicht im gerningsten an das Gesehene herankommen. Danach verbrachte ich 2 Naechte in Bucaramange, der Stadt der Parks und Gaerten Kolumbiens. Von dort wollte ich nach San Gil weiterfahren. Das tat ich auch.

Ich habe in meinem Strassenfuehrer "Mapas Vial de Colombia" schon immer das Foto eines gigantischen Canyons bewundert, der irgendwo in der Naehe Bucaramangas liegen muesste. Und genau an diesem Tag war es dann soweit. Wird fortgesetzt. Aussagekraeftig wird das Ganze eh erst mit den Fotos. 

 

 

Chavez Superstar,

yo Leute, von Maracaibo aus musste ich erst mal den Maracaibo See ueberwinden. Zu diesem Zweck gibt es die 10km lange Bruecke ans andere Ufer. Natuerlich nicht erlaubt mit dem Bike. Nichtsdestotrotz wollte ich einfach mal schauen was Sache ist, und wie sich das ganze dann so vor Ort entwickelt. Die Kontrollstation war schon passiert, als mich dann doch noch 2 Polizisten bemerkten. "Hermano, esto no es Brasilia, esto es Venezuela, haha!" konnte sich der dicke Polizist sein Lachen nicht verkneifen. Anders als in meiner Heimat Brasilien, gibts in Venezuela naemlich gewisse Normen und Ordnungen. Ausserdem wuerde es mich mit dem Rad sowieso von der Bruecke wehen.    Im naechsten      Moment    wurde  schon ein Pickup gestoppt der mich dann auf der Ladeflaeche, sicher und zufrieden ueber die Bruecke brachte. Etwas spaeter wurde ich dann von einer korrupteren Polizeitruppe angehalten, die halt irgendwas suchten und Dollar wollten. Ich stellte mich dumm und ueberhoerte die Dollar-Sache und irgendwann verloren sie dann auch die Motivation, zu holen gabs eh nichts. Es ging also weiter. Die Szenerie hier war relativ monoton, die Temperaturen exorbitant heiss, und die Strassen scheisse. Meine in Kolumbien gewechselten Bolivaros gingen auch langsam dem Ende zu, die Bankomaten funktionierten auch nicht, da in Venezuela als Extra Sicherheit auch immer noch die letzten 2 Nummern der "CEDULA?" abgefragt werden, was eigentlich die ID waere, mit diesen Nr. funktionierte es aber nicht. Wochenende war auch, also keine Bank offen. Die Banken waren auch nicht wirklich auf Kooperation aus und wollten dass ich halt bis Montag warte, mit gerade mal genuegend Kohle fuer 5 Arepas (kleine sandwiches). Veraergert sass ich mich aufs Rad und fuhr einfach mal weiter, nur um nach 500m von nem Platten gestoppt zu werden. Schlussendlich erreichte ich noch ein Dort, mit einer erstaunlich billigen Herberge und einem erstaunlich billigem Hotdog fuer Venezuelanische Verhaeltnisse und ich war nur noch 160km von Merida entfernt. Meine letzten Bolivaros investierte ich in nen Kanister Wasser und 2 riesige Brotleibe. 60km vor Merida waren ein paar Tunnel die ich mit dem Rad nicht passieren durfte, wieder organisierte die Polizei schnell eine Mitfahrgelegenheit fuer mich, und alles haette perfekt enden koennen. Wie ueblich streikte mein Rad mal wieder. Dieses Mal brach der Gepaeckstraeger. Da war nichts mehr zu machen. Somit zum zweiten Mal an diesem Tag auf nen Pickup-Truck aufgesprungen und bis Merida auf der Ladeflaeche mitgefahren. Obwohls wie immer cool war auf der Ladeflaeche mitzufahren, wars halt auch aergerlich. Wenn man mit dem Bike faehrt dann will man auch mit dem Bike ankommen und nicht mit dem Auto. Zum zweiten Mal auf dieser Tour, das erste Mal in Peru als ich in der ersten Woche mitten in der Wueste nen Platten hatte und ungluecklicherweise auch meine Luftpumpe streikte, erreichte ich mein Ziel mit dem Auto. Naja was solls. 

Merida war ne schoene Stadt, Oesterreich hat leider verloren (wie ich an diesem Abend meine Erinnerung), und meinen Gepaeckstraeger konnte ich schweissen lassen. Ich machte mich dann wieder auf den Weg Richtung Kolumbien. Nachdem ich meine in Kolumbien zum gewechselten Bolivaros aufgebraucht hatte, wurde es wirklich teuer. Nach 7 Monaten Reise ist Venezuela nicht sehr lange leistbar. Dafuer hatte ich mal wieder nen richtigen Hammertag auf dem Bike. Von Bailadores waren es 165km nach San Cristobal, und ich war fest entschlossen das an einem Tag zu machen. Zuerst gings mal rauf auf 3000m, dabei wurde ich von ner Venezuelanischen Trainingsgruppe eingeholt darunter auch Profis vom Italienischem Selle Italia Team, danach sollte es dann kontinuirlich bergab gehen. Tats aber nicht. Nach ner laengeren Abfahrt war dann ploetzlich noch ein 3000er im Weg. Es wurde wieder mal ein Wettlauf mit dem Finsterwerden, kaputt war ich auch schon. Ich riskierte es und kam dann auch wieder mal in der Daemmerung an. Ich habs geschafft, ne geile Abfahrt gabs dann noch obendrauf.

San Cristobal, wieder mal ne schoene Stadt umringt von Bergen und auch sonst voll in Ordnung. An diesem Abend war dann auch das Spiel Venezuela vs. Chile (Fussball) dass ich mir in einem Pollo-Huehnchen-Restaurant anschaute. Venezuela ging gleich mal spektakulaerst in Fuehrung und die Bude kochte. Das wars dann aber, den Rest der Partie bestimmten die Chilenen, uihh.

Am naechsen Tag gings dann nochmal bergig rueber bis zur Grenze. Nochmal 15 Euro in Briefmarken abgedrueckt und dann war ich wieder in Kolumbien, und es fuehlte sich irgendwie heimisch an.  Dort in Cucuta der Stadt an der Grenze mit immerhin 500.000 Einwohnern bin ich dann auch 2 Tage geblieben. Normalerweise sind Grenzstaedte hier ja eher abgekackte Minenfelder wo keiner wirklich freiwillig ist, Cucuta war aber eine schoene Stadt.

Also Resumee: Venezuela, Interessantes Land. Sehr, sehr nette Leute. Viele bekloppte Autofahrer. Heisses Wetter. Verdammt gutes Fast Food, die besten Burger auf diesem Planeten, glaub ich. Fette Autos, Klimaanlagen, ueberhaupt Hardcore Energieverschwendung, wie in der Zeit bevor so Luschen wie Al Gore Filme ueber Klimaerwaermung machten, hehe. Viele extrem dicke Leute, richtige Geschosse, ich bin nicht der einzige dem die burger in venezuela schmecken.  

Jetzt bin ich wieder in Kolumbien und auf dem Weg nach Bogota. Noch 550km. Im Moment in Pamplona auf 2200m. Morgen gehts dann nach Berlin auf 3400m und von dort dann hoffentlich nach Bucaramanga. So stell ich mir den morgigen Tag vor.

Nachdem ich auf der Fahrt nach Pamplona mal wieder ne gerissene Speiche (eh kein problem mehr) und sich die Befestigung des Gepaeckstraegers geloest hatte (musste ne schraube auf meinem rad suchen die ich nicht unbedingt, brauche und somit fuer notbehelfs fuer den gepaeckstraeger missbrauchen muss) weiss ich sowas von definitiv, dass ich fuer meinen naechsten Trip Material benuetzen werde, mit dem man auch mal 2 Tage ohne Probleme fahren kann.

Nichtsdestotrotz sieht es so aus als wuerde es das Specialized Stumpjumper Peru Edition nach Bogoto schaffen. Throw up your goats or ride the snake, or the bike, fuck whatever.

ciao ciao liebe gruesse an alle!!

Maracaibo - Mene grande ca. 110km

Mene Grande - Caja Seca 100km

Caja Seca - Merida leider nur 105km auf dem bike den Rest auf dem Pickup

Merida - Bailadores ca. 95km

Bailadores - San Cristobal 165km (boahh)

San Cristobal - Cucuta 55km (nicht so boah)

Cucuta - Pamplona 75km

Stand: 5835km

 FOTOS SIND AUCH WIEDER ONLINE!!! BOAH:

 

 

Hey,

gestern frueh war es soweit, von Kolumbien ging es in die Bolivarische Republik Venezuela. Das Land der Bolivarischen Revolution. Die Strassen werden schlechter, die Autos groesser und von jedem Plakat laechelt Chavez. Ich bin erst einen Tag hier, aber in dieser Zeit erinnert mich Venezuela sehr an die USA. Vielleicht eine Mischung aus Nord- und Suedamerika. Hier in Maracaibo der zweitgroessten Stadt des Landes und dem Oel-Zentrum findet man breite Boulevards, die fetten alten aber coolen Standard Ami Schlitten und jede Menge Fast Food Restaurants. Auch das Bier hier hat sich gleich meine Aufmerksamkeit erarbeitet. Es nennt sich "Polar". Wie genial in dieser Gegend die sich durch Trockenheit und extreme Hitze auszeichnet. Wenn mich in dieser Hitze ein Polar Truck passiert, dann passiert es, ich moechte ein Polar Bier besitzen, eisig kalt, es umarmen, zum Schluck ansetzen, es nie wieder loslassen. NICHTS auf der Welt koennte uns dann noch trennen.

Da es im Bett im klimatisiertem Zimmer so angenehm war habe ich beschlossen einen Tag hier in Maracaibo zu verbringen. Wie gesagt auf den ersten Blick ist mir Venezuela sehr sympathisch. Die Leute kommen auch locker und relaxt rueber, ausser im Strassenverkehr da drehen sie durch.

Trotzdem werde ich nicht zu lange hier bleiben, da Venezuela fuer einen Reisenden mit ausgeblutetem Budget kaum leistbar ist. Die Nacht in meinem billigem Hotel (coole Bleibe, erinnert wieder an diese Amerikanischen Roadhouses entlang der Highways) kostet schon fast 20 euro. Eigentlich unglaublich, dieser Unterschied zu den anderen Laendern. Strassenmarkierungen scheinen eine weitere Schwierigkeit zu sein. Auf den 110km von der Grenze nach Maracaibo gab es kein einziges Verkehrsschild auch wenn sich die Strasse gabelt. Im Fernsehen wurde auch gleich mal auf 16 Kanaelen Hugo Chavez One-Man-Show im Fernsehen geboten. Die Schweiz ist ja jetzt leider raus aus der EM. Heute wird Oesterreich uebrigens den Grundstein fuer den Titel bei dieser EM legen.

Tor! Ausgleich. Ole ole. Entscheidungsderby Oesterreich-Deutschland. Der Sieg ist gewiss. Throw up your goats.

Santa Martha - Riohacha 170km

Riohacha - Maicao (Col) 75km

Maicao - Maracaibo 135km

Gesamt: 5130km

 

ole ole,

sind ja jetzt ein paar Abende ins Land gezogen seit dem letzten Eintrag. Und siehe da, mittlerweile sitze ich in Santa Marta an der noerdlchen Atlantikkueste und damit Karibikkueste Kolumbiens. Von Tulua dem Ort des letzten Eintrages wurde ja mal Medellin angepeilt. Dabei wurde die Kaffezone, ein verdammt heisser Tropenwald und danach eine 2800m Pass ueberquert. Total rooted, ausgepowert aber irgendwie gluecklich beendete ich den Tag in Santa Barbara einem kleinem Bergdoerfchen ca. 50km vor Medellin. Der Ort ein absoluter Geheimtipp sollte man sagen, freundlich und schoen. Danach die mehr oder weniger triumphale Einfahrt in Medellin, wie ueblich in Kolumbien mit ca. 1.5 Stunden in der Stadt herumirren. 

Am Abend beim fortgehen hoere ich dann wieder ne vertraute Stimme und siehe da, es ist der Berni, der mir da zufaellig ueber den Weg laeuft und Party macht. Coole Sache, brothers united. Nach der ersten Nacht im Casa Kiwi wechselten wir das Hostel vom vermeintlichen ins wirkliche "Partyhostal" wo Berni schon war. Das Hostal entspricht diesem Ruf und jeder ist dort auf irgendwas drauf. So wurden noch einige Tage in Medellin verbracht. Auch unseren Lebenstraum endlich mal Paragleiten zu gehen, haben ich und Berni uns noch erfuellt. Da in Kolumbiens Bergen im Mai Regenzeit ist, ist es jeden Tag ein Wettlauf mit der Zeit (Regen startet so um 16.00). Komischerweise startet der Regen hier gemaechlich und wird dann von Stunde zu Stunde staerker. Oben angekommen, startete es dann leicht zum Troepfeln. Die Piloten wollten aber unbedingt noch ihre Kohle verdienen und so waren wir innerhalb von 3 Minuten in der Luft. Kein langes Abchecken der Thermik wie in Argentinien, stattdessen mal schnell 2 Karabiner eingehaengt, und los gehts. 

Medellin war ne Hammerstadt und sei jedem empfholen. Modern, jung, auf dem Weg in die Zukunft. Nach 4 Tagen gings dann wieder aufs Bike in Richtung Cartagena. Noch ein letztes Mal so richtig durch die Anden, rauf auf 2700m mit jeder Menge Regen, Schweiss und allem was dazugehoert. Mein letzter Tag in den Anden gestaltete sich mal wieder etwas schwierig, gleich nach ein paar Kilometern ein Platter, kein Problem, oder doch? Dummerweise ist der Ersatzschlauch mit nem Ventil bestueckt, dass ich noch nie gesehen habe, dass es scheinbar nur in der Region um Medellin gibt, da ist es dafuer normal. Passt fuer mein Rad nicht.  Also Schlauch kleben und weitergehts. Nach vielen Kilometern rauf und runter gehts dann am Ende der Anden angekommen, mal 35km runter, vom kuehlen, regnerischen Kolumbien rein ins heisse tropische Kolumbien. Und sofort fliesst der Schweiss wieder in Stroemen und auch mein Reifen explodiert richtig gehend. Mit einer grandiosen Kilometerleistung von 1200km (gekauft in Quito) geht der Gummi ins Nirvana ueber. Da es ein Loch in die Karkasse des Reifens gesprengt hatte war nichts mehr zu machen (wenn man nen neuen Schlauch reingibt kommt der aus der Karkasse raus, und explodiert dann nach ein paar Pumpstoessen, ich habs ausprobiert). Also war die einzige Moeglichkeit mit dem Bus oder einem Truck per Anhalter in den naechsten Ort zu fahren. Nachdem ich das Laufrad mal ordentlich durch die Luft geballert hatte, fragte mich mal ein Einheimischer was denn das Problem sei. Und siehe da er hatte zufaellig noch nen alten Reifen in der Muelltonne liegen. Yeah, der Reifen haelt bis jetzt. Der Typ wechselte auch gleich noch den Reifen waehrend seine Familie mit kuehlem Fruchstaft dafuer sorgt dass ich mich wohl fuehle, hier in Kolumbien. Auffallend war die Vorliebe fuer etwas hm aeh "schraege" Taetowierungen des Typen, der da auf seiner Hand ein in eine Rose eingebettetes Hakenkreuz hatte. Was immer er damit zum Ausdruck bringen wollte?!

Angelangt wieder in den Tropen und entlangfahrend am Rio Cauca gabs ein Hochwasser zu bewundern und so manch fetten Prachtfang von Fisch. Auch der Sound den man schon von weitem hoert wenn man auf die Doerfer zu faehrt aendert sich zum fuer die Kueste typischen Vaillenato (oder so). Nebenbei fuehlte sich mein Rad komisch an und es benoetigte 3 Mechaniker plus meine Hartnaechickeit um festzustellen, dass meine Achse beim Hinterrad gebrochen war. Nach der Reperatur sah die Welt gleich wieder besser aus und nach 140km und wahrscheinlich tausenden Litern Schweissverlust, kam ich dann doch noch im vereinbarten Tagesziel Nuevo Pueblo an (jeder fuhr jetzt immer einfach sein eigenes Tempo, und im ausgewaehlten Zielort, hat der erste dann schon das kuehlste Bier ausgemacht), Am Abend spuerte ich schon dass irgendetwas im Unreinen war, und so war es dann in der Frueh keine Ueberraschung mehr als mir total schlecht war und ich von der Toilette gleich wieder ins Bett zirkelte. Somit erzwungener Ruhetag und grosser Kraftverlust in der absoluten Provinzgemeinde Nuevo Pueblo. Als ich mich dann doch noch aus dem Bett erhob, und mich auf die erfolglose Suche nach einem Bankomaten machte, fanden mich gleich 2 Jugendliche auf BMX-Raedern, die dann den Rest des Tages nicht mehr abzuschuetteln waren. So brachte der Tag allerdings noch ein Erfolgserlebnis als ich die lokale Dorfjugend beim Radrennen von der Tankstelle zum Park in die Schranken verweisen konnte, was fuer ein Triumph. Wheelie Wertung dafuer verloren. Am naechsten Tag fuehlte ich mich immer noch scheisse, schwang mich dann aber fruehmorgens um 10 aus dem Bett und rauf aufs Bike. Im Bett wars dank der Hitze eh nicht mehr auszuhalten. Fuck und es rollte, und rollte und rollte. Um 4 Uhr bemerkte ich dann dass ich mich unbewusst fuer die Alternativroute nach Cartagena entschieden hatte. Statt am Meer entlangzucruisen, eierte ich rauf und runter und liess mir dabei von der Sonne die letzten Gehirnzellen aus dem Hirn roesten. Eine Gruppe Soldaten rief mir sogar freundlich zu ich sehe aus wie "sudado" was soviel wie gekocht, geduenstet, oder was auch immer, aber immer noch besser als the flying welshman Ewan der irgendwo in Peru als er ohne Shirt dafuer aber mit Sonnenbrand durch die Gegend radelte und dabei prompt als "Cancho" - Ferkel bezeichnet wurde. Mein Nachtquartier schlug ich dann in Oviejo auf, wo der Partybaer samstag abends steppt und der Soldat niemals schlaeft. Ich hatte ja ne Weile mitgetrunken und mich auf nem Motorrad durch die City kutschieren lassen, dann aber doch das Bett aufgesucht, als ich dann am morgen aufstand war die Sauferei oder die Party noch immer voll im Gange.

Meine Taktik die total geleerten Speicher mit Bier und massig Essen wieder aufzufuellen, ging nicht auf und ich fuehlte mich einfach nur leer. Die verdammte, sengende Hitze tat ihr uebriges und somit hatte ich so was von zu kaempfen, dass es ne Freude war. Ein Schwachpunkt hier in Kolumbien ist definitv dass man kaum wo normale 1,5 oder 2l Wasserflaschen zu kaufen bekommt, sondern stattdessen immer nur teuere 0,5 oder scheisskleine 0,3er Plastiksaeckchen wo man mal richtig ansaugt, und dann sind sie schon wieder alle. Wenns eh schon scheisse laeuft dann regen diese Details fuerchterlich auf. Also grosse Wasserflaschen einfuehren, und besseres Strassensystem fuer die Staedte ueberlegen. Schlussendlich kam ich aber doch noch in Cartagena an, und der Ozean, die Karibik, das Ziel war erreicht. Cartagena ist ne schoene Stadt, allerdings in der Nacht irgendwie ausgestorben im Zentrum, komisch. Hier musste ich mir nun ueberlegen wies weitergehen soll. Mein Traum, Ziel war ja nach Zentralamerika weiterzubiken, dann jedoch gleich bis nach Mexiko und schlussendlich nach Atlanta, wo ich ja einen Flug habe. Dieser Gedanke hatte sich absolut festgesetzt und uebte grosse Faszination aus. Nach rationeller Ueberlegung und dem Check meines Bankkontos muss ich dass aber aufschieben. Mit dem verschieben des Fluges usw. einfach zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr leistbar. Also fasste ich den Entschluss im verbleibenden Monat nach Venezuela zu biken, und von dort dann wieder nach Bogota, wo noch verdammt viel vor mir liegt, und ich auch wieder durch faszinierende Andenlandschaften Biken kann. In Cartagena trennte ich mich dann auch von meinem Kumpel Peter der nach Amerika weiterfliegt und auch von Ewan der nun in einer Woche irgendwie mit dem Bus oder mit Trucks nach Buenos Aires zurueckkommen muss. Eigentlich dachte ich mir in Peru ja nur fuer ein paar Tage gemeinsam zu biken, schlussendlich wurden es fast 2 Monate, 3000km, viel Bier und Junkfood und n' Haufen Spass. Es ist immer cool Gleichgesinnte zu finden. So war das dann also als der Ozean erreicht wurde. Nun habe ich auf diesem einem Kontinent, den Atlantik, den Pazifik und die Karibik gesehen (natuerlich auch der Atlantik), was will man mehr? Natuerlich will man immer mehr.

Gestern nach wie ueblich verdammt heissen Tagen bin ich in Santa Marta angekommen. Von hier sind es noch ca. 250-300km zur Venezuelanischen Grenze. Mal schauen wie Venezuela wird, und ob's leistbar wird, da dort angeblich einfach Backpacker Infrastruktur fehlt, und es somit oft einfach keine billigen Herbergen gibt. Äuch sonst jammern die meisten ueber Venezuela, der Dollar Kurs ist fixiert somit verliert man automatisch immer ne Menge Geld wenn man zum Bankomaten geht (ein Drittel), die Polizei ist scheisse, Caracas ist ein unsympathisches Drecksloch, du bist automatisch der boese Yankee, aber das Land ist schoen. Mal schauen wie's wird, bin gespannt.

Kolumbien war der Hammer, soviel steht fest. Vergiss was man dir zu Hause erzaehlt ueber dieses Land. Klar, ich hab viel viel Militaer gesehen, und es wird gekaempft, keine Frage vllt. mehr als jemals zuvor, die Gewalt existiert noch, aber auf der anderen Seite will die Mehrheit eine bessere Zukunft haben, fast immer und ueberall sind die Einheimischen darauf bedacht, dass du dich moeglichst wohl und willkommen fuehlst. Jeder will beweisen was fuer ein schoenes und freundliches Land Kolumbien ist. Und ich muss sagen die ersten Tage im Sueden gehoerten definitiv zum besten was ich jemals auf einem Bike gesehen habe. Und recht viel schlechter wurde es eigentlich nie, naja gestern war im grossen und ganzen oede.

So viel dazu! Auf gehts ins letzte Monat.

 

 Stats:

Tulua - Chinchina (Kaffezone) 140km

Chinchina - Santa Barbara 140km

Santa Barbara - Medellin 55km

Medellin - Santa Rosa de Osas 95km

Santa Rosas de Osas - Taraza 140km

Taraza - Pueblo Nuevo 145km

Pueblo Nuevo - Ovejo 145km

Ovejo - Cartagena 145km

Cartagena - Baranquilla 145km

Baranquilla - Santa Marta 110km

Total: 4750km

 

hoho conpadres,

Cali wurde genommen, und dieses Mal richtig. Nach den Wochen in der Hoehenluft fuehlten sich die 140km nach Cali an wie ein schneller Spaziergang zur naechsten Doenerbude. Nach wenigen Kilometern entschied ich mich erst im Hotel in Cali auf meine beiden Begleiter zu warten. Die Strecke fuehrte anfangs wieder durch huegeliges Gelaende bis es dann die letzten Kilometer in Richtung Cali nur noch flach dahinrollte. Auf dem Weg wieder zahlreiche Militaerkontrollen, Transporte und alles was dazugehoert. Interessant jedenfalls das ganze zu beobachten. Angekommen in Cali brach ein Wolkenbruch gigantischen Ausmasses los, und setzte die Strasse und die Stadt unter Wasser. Laessig mit dem Bike da durchzucruisen. Die Fahrt in der Stadt gestaltete sich zu ner Irrfahrt, und nur weil man scheinbar die richtige Strassennumer gefunden hat, heisst das noch lange nicht das man auf der richtigen Seite der Stadt ist.  Nach eineinhalb Stunden fand ich dann aber doch noch mein Hostal. Meinen beiden Companeros ging es genauso und so trudelten auch sie nach langen irrfahrten in der Stadt im Hostal ein.

In Cali suchte ich dann gleich mal meinen Bruder, den Berni, auf. Da auch er sich gerade in Cali, rumtrieb beschlossen wir uns die naechsten 2 Tage gemeinsam in der Stadt herumzutreiben. Am Abend schauten wir uns die Partymeile an, und ich konnte mich davon ueberzeugen dass Berni mittlerweile zum totalen Raeggeton, Kumbia,... Fan und Experten geworden ist, und auch das Spanische beherrscht er mittlerweile wie ein Spanischer. Am naechsten Tag fuhren wir zu einem ziemlich coolen und schoenen Fluss samt Wasserfall, sowas wie das Freizeit- und Erholungszentrum der Stadtmenschen von Cali. Unsere Partyplaene fuer den Sonntag materialisierten sich nicht, da in Cali am Sonntag ab 10 Uhr abends anscheinend kein Bier und Alkohol verkauft werden darf. Somit war die City ausgestorben. Am naechsten Tag gings dann wieder mit dem Rad weiter, wie Berni in Richtung Medellin. Ca. 430km von Cali entfernt. 

Die Fahrt aus der Stadt war schon mal gleich ein Bringer und wir schafften es die ersten Kilometer praktisch ausschliesslich auf Einbahnstrassen (gegen uns) zurueckzulegen. Irgendwann auf der 3 spurigen wurde es dann aber zu viel (gab sicher auch cooles Bild ab, 3 wahnsinnige Gringos auf Raedern schwimmen gegen den Verkehrsstrom an), und so mussten wir die raeder ueber 2 strassen tragen und erreichten schliesslich doch noch unsere gewuenschte Strasse die uns aus der Stadt fuehrte. Nach 30km machten wir nen Halt um uns mit Essen zu versorgen, und stiessen dabei wohl auf die besten Empanadas von hier bis zur Seidenstrasse, und pumpten uns mit allerlei fettem Essen und guten Fruchtshakes voll. Die Besitzerin war gleich Feuer und Flamme und freute sich ihr Englisch ausprobieren zu koennen. Danach gings weiter und wir hatten die Idee, da es flach war und wir viele Kilometer machen wollten, in der Gruppe Windschatten zu fahren. Ich und Peter hatten in dieser Manier ja schon die Wueste in Peru ziemlich schnell durchquert. Wir knallten also dahin, und die Kilometer vergingen, bis Ewan der Waliser ploetzlich voll in das Hinterrad von Peter knallte und einen ziemlichen Crash baute. Er krachte dabei voll auf die Schulter und lag zuerst regungslos dann zuckend auf dem Boden. Sah wild aus, also holten wir ihn mal von der Strasse und schauten ob er sich noch ruehren konnte. Zum Glueck erwies sich das Zucken und als eine Folge des Schocks und des Blackouts, und nach einer Weile konnte er schon wieder lachen. Sein Einkaufskorb war jedoch kaputt und auch das Hinterrad hatte nen ziemlichen Achter. Wir fuhren also zur naechsten groesseren Stadt und suchten dort nen Mechaniker und ein Hotel.

Nach dem Essen endeten ich und Peter in einer dunklen Kneippe und beschlossen uns etwas Aquardiente und Bier zu besorgen, um den Tag ausklingen zu lassen. Nach dem Genuss von ebendiesen schauten wir wieder in diese Kneippe und auch Ewan der Sturzpilot war mit von der Partie. Der Abend kickte und rockte gewaltig in dieser Spielunke und heute in der Frueh brachte uns der Wecker nicht aus den Betten. Somit Ruhetag in Tulua. Morgen gehts dann mit ner grossen Etappe in Richtung Medellin weiter.

Ole ole, Kolumbien rockt bis her ziemlich, und gefaellt mir ausserordentlich gut, darf ich sagen, so soll es weitergehen.Beste  Gruesse an euch alle, aus Tulua/Kolumbien!!!

Achja wie mir die Daniela Leitner soeben mitgeteilt hat, sind auf dem Bild mit den Meerschweinchen von Ecuador statt wie den von mir angegeben vieren, nur drei Meerschweinchen die sich im Kreis drehen zu sehen. Als aufmerksame Beobachterin gewinnt sie somit ein Paar meiner Radsocken. Eine Woche durchwegs beim Radfahren getragen, und im Originalzustand belassen. Bestens geeignet um das Raumklima etwas aufzupeppen. Herzlichen Glueckwunsch!

Adios frittenalex

Geleistetes:

Popayan - Cali 150km

Cali - Tulua 100km

Stand: 3490 km 

 

Bienvenidos en Colombia!

Wenn es ein vordefiniertes Ziel vor der Reise gab, dann war das wohl nach Kolumbien zu kommen. Nun denn, Ziele setzt man am besten gleich in die Tat um, und so begab es sich dass ich an einem fruehen und sonnigen Morgen, nach einer wuerdigen, ruhigen Abschlussnacht mit Bier, Long Island Ice Tea und einer fetten Zigarre, Quito verliess. Mit von der Partie Peter "The biking sausage" (jaja eine Woche auf den Galapagos Inseln mit All-Inclusive Service kann zu Gewichtszunahmen fuehren). Die Fahrt aus Quito war gepraegt von dichten Auspuffnebeln und daran anschliessend einem langen, schnellen und schoenen Downhill. In bergigem Gelaende ging es in Richtung Equator. Gluecklicherweise war eine kleine Weltkugel plus Gedenktaferl neben der Strasse angebracht und so konnten wir unser "Ich bin der Mittelpunkt der Welt" Foto schiessen. Danach gings weiter nach Otavalo. Dort war einen Tag spaeter dann der grosse Indianer Markt wo man so ziemlich alles was die Ecuadorianische Handwerkskunst hergibt, kaufen kann. War auch wirklich ziemlich cool, wer sich eine Wohnung farbenfroh einrichten moechte dem sei Otavalo empfohlen.

Da wir in der Frueh ja den Markt besichtigten, wollten wir am Nachmittag einfach easy in die 25km entfernte Stadt Ibarra fahren, um am naechsten Tag von dort aus dann nach Kolumbien zu gelangen. In Ibarra entschlossen wir uns dann jedoch doch noch nen 40er dranzuhaengen und stattdessen dort zu uebernachten. In dem von uns angepeiltem Dorf gab es dann aber erstens keine Herberge, und wenn es sie gegeben haette waere ein Aufenthalt dort wahrscheinlich nicht unbedingt ratsam gewesen.... . Also mussten wir weiter fahren nach Bolivar. Aus dem Tal wieder in die Berge, irgendwo sollte dann dieses Dorf sein. Nach 3 Stunden weiterer Kletterei, davon eine Stunde im Dunklen, kamen wir dann auch in Bolivar an. Bolivar eine Stadt benannt nach dem Befreier Amerikas, kommt nicht ganz an dessen Groesse heran, schlussendlich fanden wir dann jedoch doch eine Uebernachtungsmoeglichkeit, Abendessen und unsere letzten Biere in Ecuador. Naechster Morgen Dorfplatz, die letzten Alkoholleichen schleppen sich dicht behangen mit allem was sich in den Beinen verfangen kann nach Hause, wir nehmen Abschied.

Die Grenzregion ist wiederum ein dauerndes Auf und Ab und die Gegend wimmelt von Rennradfahrern. Cool zu sehen. Die Grenze Ecuador/Kolumbien ist relativ ruhig und unspektakulaer, wie die erste Stadt in Kolumbien Ipiales. Dort an der Grenze ist uns auch noch ein anderer Typ namesn Ewan aus Wales ueber den Weg gelaufen. Er wechselt immer zwischen Bus und Fahrrad als Transportmittel, zur Grenze ist er mit dem Bus gefahren, jetzt faehrt er aber auch ein paar Tage mit uns mit. Die erste Etappe in Kolumbien ist landschaftlich der absolute Wahnsinn, und auch physisch wird durch die langen Anstiege einiges abverlangt. Angekommen in Pasto hoere ich dann ploetzlich eine bekannte Stimme im Hostal einchecken.

Den Berni, meinen Bruder! Wie geil, ploetzlich trifft man sich dann wieder in einem Hostal irgendwo in Kolumbien. Geschichten, Erlebnisse und Erfahrungen wurden ausgetauscht, und das Treffen wurde natuerlich in unserem Hostal dem Koala Inn gefeiert. Naechster Tag Abschied nehmen, da auch Berni nach Norden weiterfaehrt. Die ersten Kilometer gleichmal in die falsche Richtung losgefahren. Ewan und Peter werden darauf hingewiesen, ich bin schon weiter vorn, und so nimmt ein Truck-Fahrer die Verfolgung auf und teilt mir mit dass ich in die falsche Richtung fahre. Ich drehe um und dann kommt auch gleich noch ein Radfahrer Jaima entgegen und weist mir den Weg. Jaima begleitet uns eine Weile und auch sonst scheinen die Freunde kontaktfreudig, hilfsbereit und interessiert. Jaima schenkt uns auch gleich noch "Panela" ein suessliches, zuckeraehnliches Energiefutter das man mit Wasser mischen kann, und von Lucho Herrera der Kolumbianischen Radfahrlegende bevorzugt wurde. Die Fahrt fuehrt uns weiter durch Canyons entlang an grossen Bergen und faszinierenden Landschaften, spektakulaere und lange Abfahren werden immer gefolgt von langen, langen Anstiegen, und alles mit dem Extraschuss an Mega-Panorama. Etappen-Ziel machen wir in Rosas einem kleinem Dorf an der Panamerikana. Sehr heiss dort und sehr chillig. UND grosses Militaeraufkommen. Der Sueden ist umstritten. Im Ort werden wir gleich zu einer Art Attraktion, die Kinder wollen ihre Englisch-Hausaufgaben von uns geloest sehen, und die meisten freuen sich scheinbar dass wir hier durchkommen. Interessanter Ort, Remolinas.

Von Remolinas sind es noch 160km nach Popayan, der naechsten groesseren Stadt. Nach einem wirklich anstrengendem Tag mit staendigem Bergauf und Bergab beschliesse ich den Tag in Rosas 35km vor Popayan, da es wohl nicht mehr moeglich gewesen waere vor Dunkelheit in Popayan anzukommen. Dort warte ich auf Ewan und Peter. Die Hitze, das von mir gefahrene Tempo und die Berge sorgen dafuer dass ich mich wirklich ausgepumpt fuehle. Definitiv einer der haertesten Tage auf dem Rad seit ich mit dem Rennfahren aufgehoert habe, aber auch einer der besten, yeah.

In Rosas in der einzigen Herberge uebernachtet, wieder kommt gleich Stimmung auf, und wir werden super aufgenommen, jeder will etwas ueber unsere Reise, unsere Laender usw. erfahren, oder einfach nur sein Englisch ausprobieren. Auf der anderen Seite auch wieder grosses Militaeraufgebot, auf diesem Huegel. Das Militaer zeigt Praesenz, und ist allgegenwaertig.

Gestern dann in Popayan angekommen. Eine schoene Stadt. Die Hauser und historischen Bauten sind praktisch ausschliesslich in weiss gehalten und ergeben ein nettes Stadtbild. Im Hostal waren dann auch noch 2 andere Radfahrer die nach Sueden unterwegs sind. Ein Amerikaner und ein Hollaender. Am Vortag kamen mir schon 3 Biker aus Holland entgegen. Kolumbien ist die Radportnation Suedamerikas, man sieht verdammt viele Rennradfahrer und zu meiner Ueberraschung scheinbar auch viele Tourenbiker. Kein Wunder. Die ersten Tage hier in Kolumbien zaehlen definitiv zu meinem bisherigen Hoehepunkten auf dem Bike hier in Suedamerika. So solls weitergehen.

Morgen dann weiter nach Cali, der Hauptstadt des Salsa. So viel dazu.

FOTOS sind wieder ONLINE!

Adios Frittenalex

 

Strecke:

Quito - Otavalo 105km

Otavalo - Bolivar 95km

Bolivar - Ipiales (COL) 70km

Ipiales - Pasto 85km

Pasto - Remolinas 90km

Remolinas - Rosas 125km

Rosas -  Popayan 35km

Stand: 3240km

 

 

"Welcome to the Djungle"

Verkatert aber gluecklich ging es nach meinen fuenf Tagen in Quito wieder in Richtung Sueden, genauer gesagt nach Banos. Dort sollte sich dann entscheiden ob ich in Richtung Meer oder Dschungel fahre. DIe erste Etappe fuerhte mich in stroemendem Regen nach Latacunga, den Ort hatte ich ja bereits bei der Hinfahrt kennengelernt. Von Latacunga gings dann weiter nach Banos. Die Strecke wieder auesserst huegelig, besonders in Ambato faehrt man in eine tiefe Grube nur um dann auf der anderen Seite wieder kilometerweit raufzufahren, da Banos aber nur noch auf 1900m Seehoehe liegt wurde ich dann am Schluss aber auch mit einem reizendem Downhill im noch reizenderem Tal von Banos belohnt. Im Rausch der Endorphine liess ich es auf der Abfahrt rollen und passiert easy Auto um Auto mit einem laessigem Grinser in der Art "Haha mich seht ihr erst wieder in Banos", doch als es am schoensten war bremste mich dann halt doch wieder ein Platter. Wie das Leben so spielt wollte meine Luftpumpe auch nicht wirklich mitspielen und so war die Luft bald wieder raus. Hasserfuellt holperte ich die letzten Kilometer, die dann wieder bergauf fuehrten, im Stehen nach Banos. Wiederholt wurde ich darauf hingewiesen dass mein Hinterreifen etwas mehr Luft vertragen wuerde. In Banos checkte ich dann in das Plantas y Blanco Hostal ein. Das war der absolute Hammer und jeden einzelnen meiner 5 Dollar wert. Da in Banos immer was los war und der Ort auch in punkto Bars und Nightlife einiges zu bieten hat, verbrachte ich dort dann 3 Naechte. Einziger Wermutstropfen dass Hard Rock Cafe existiert nicht mehr, somit lernte ich denn beruehmt beruechtigten Roberto nicht kennen. Eigentlich waere ich ja schon frueher weitergefahren, ein paar Leute vom Hostal wollten mich allerdings ein Stueckchen begleiten, und so endete es nach 17 km in Rio Blanco in einem Gastgarten. Danach war es zu spaet und ich radelte wieder zurueck nach Banos. Also doch noch 2 Naechte dranhaengen, bereut hab ichs nicht.

In Banos entschied ich mich dann fuer die Dschungel Variante, also biken in den Dschungel. Die Strasse von Banos nach Puyo fuehrt anscheinend durch das Artenreichste Gebiet der Welt, laut meinem Reisefuehrer. Die Landschaft war auf alle Faelle sehr gruen und feucht. In Puyo angekommen war ich etwas enttaeuscht von diesem Ort, fuer mich fehlte hier jedes Flair. In etwa zu vergleichen mit den reizenden Osteuropaeischen Staedten kurz nach dem Mauerfall. Von Puyo gings dann in Richtung Tena. Wenige Kilometer nach Ortsende beginnt dann der Spass. Die Strasse endet und man fahert fortan auf einer Geroellpiste, macht auch Spass bricht das Tempo aber gewaltig, vorallem mit den Taschen ist man ja doch immer versucht den besten und Materialschonendsten Weg zu fahren, zumindest die ersten Kilometer. Irgendwann endet dann aber die Piste und man faehrt wieder auf die Strasse auf. Hintergrund ist dass der Amazonas vorallem aufgrund der reichen Erdoelvorkommen mit Strassen erschlossen werden soll. Im Moment arbeiten sie gerade daran und es ist gut moeglich dass man in einem Jahr dann schon vollstaendig auf Asphaltstrassen durch den Dschungel biked. Auf zahlreichen Schildern entlang der Strasse wurde das Jahr 2008 auch als das "Jahr des Asphaltes" propagiert. Auf, auf asphaltiert euch gegenseitig. Die Landschaft die man bei der Fahrt passiert ist gepraegt durch intensivstes Gruen, verschiedenste Tiergeraeusche, und jede Menge Fluesse. Tena, die Stadt selbst (architektonisch,..), versprueht meiner Meinung nach wiederum nicht zu viel Charme, dafuer entschaedigt die Lage mitten im Amazonas, und ein sehr angenehmes Klima. Im Hostal gab es Haengematten, und das passt auf alle Faelle, nach dem Tag auf dem Bike kann man sich dann gemuetlich ins Nirvana schaukeln.

Von Tena fuhr ich dann am naechsten Tag erst zu Mittag, wie sich herausstellte eher zu spaet, los. Wieder 40km Geroellpiste, und dieses Mal bergauf von 500 auf 2500m. Dazu gesellte sich noch stroemender Regen. Die Strasse wurde nicht besser der Anstieg endete auch nicht und so war um 4 Uhr klar dass dies wieder ein Mal knapp mit dem Dunkelwerden werden wuerde. Als mich ein Autofahrer mitnehmen wollte und mich darauf hinwies dass es noch 20 min mit dem Auto zum Gipfel seien, wusste ich dass es mit dem Rad wohl mindestens 25min dauern wuerde, hehe. In das Auto stieg ich natuerlich nicht ein, haette dann ja keinen Wert mehr gehabt. Etwas nach 5 erreichte ich dann den kalten, verregneten und nebeligen Gipfel und schmiss mich in die Abfahrt. Die letzten Kilometer gingen dann wieder bergauf, bergab nach Baeza wo ich dann ziemlich geschafft mit den letzten Sonnenstrahlen ankam.

Baeza liegt am Fusse des 4200m hohen Papallacta Passes, und somit war ausnahmsweise mal wieder Klettern angesagt allerdings mti ner gehoerigen Portion Motivation, da der 4200m Pass meinen vorlaeufigen Hoehenrekord darstellen wuerde. Ich fand einen guten und zuegigen Rythmus und fuhr bergauf, bergauf und nochmal bergauf. Die Strasse endet einfach nicht. In Papallacta beginnt dann auch wieder die typische Geroellpiste, die aber zum Glueck nach einigen Kilometern wieder endet. Nach ca. fuenf Stunden bzw.  50km bergauf, dem Verlust von einigen Litern Schweiss, stand ich dann gluecklich und duemmlich grinsend (Sauerstoffunterversorgung) am Gipfel und versuchte mich in Selbstportraets (Ergebnisse koennen bei den Fotos bewundert werden).

Danach gings dann ne lange, lange Abfahrt runter und ich genoss es und liess die Reifen gluehen. Irgendwann stoppte mich dann halt wieder ein Reifendefekt. Dank meiner neuen Pumpe, die ich in Banos vom Mechaniker  mit dem weltschoensten Mittelscheitel gekauft hatte, kein Problem mehr. In Pifo entschied ich mich dann nochmal 20km dranzuhaengen und wieder nach Quito zu fahren.

Um nach Quito zu gelangen musste ich noch einmal 1.5 Stunden bergauf biken, schlussendlich stand ich dann aber wieder vor dem Cafecito dem Hostal in dem ich auch das letzte Mal in Quito untergebracht war. Als ich mein Rad in die Garage schiebe, erblicke ich dann auch dieses haessliche aber zuverlaessige Rad namens "Long Haul Trucker" dass meinem Kiwi-Freund Peter gehoert, der erst einen Tag vorher von den Galapagos zurueckkehrte und noch etwas Erholung von der "All Inclusive" Woche auf der Yacht benoetigte.

Wieder wurde ein Geburtstag gefeiert, Pilsener getrunken, Kebab gegessen und im Anschluss eine Bar oder Disko besucht wo ich nach monatelanger Abstinenz mal wieder einen wilden Pogo oder Rock'n Roll Ausdruckstanz fuer Nichttaenzer erleben durfte, was fuer ein Hammer, yess.

Die naechsten Tage gehts in Richtung Norden und somit Kolumbien. So wies aussieht werden ich und der Kiwi noch ein paar Kilometer gemeinsam zuruecklegen.

Morgen also Otavalu, bekannt fuer den riesigen Artisano Markt, vllt. auch noch fuer andere Dinge, ich lasse mich ueberraschen.

Die ersten FOTOS  meiner neuen Kamera sind nun auch online. Die Fotos von Trujillo nach Quito werde ich nach und nach raufladen da ich dazu ein DVD Laufwerk benoetige.

UND, der Berni hat Tonnen von Bildern online gestellt.

Zeigt keine Scheu und zieht euch das Material rein.

Die Fakten:

Quito-Latacunga 100km

Latacunga - Banos 80km

Banos - Puyo 61km

Puyo - Tena 80km

Tena - Baeza 85km

Baeza - Quito 120km

526km

Stand: 2635km

frittenalex

 

 

Hallo Freunde,

kaum zu glauben aber mittlerweile ist es bereits Mittwoch und ich bin seit 5 Tagen in Quito. Die Tage mit den langen Naechten vergingen wie im Flug, und fuer mich heisst es jetzt dann aber Abschied von dieser Stadt - die wie ein Arschloch in den Anden liegt - zu nehmen (sorry aber geographisch passt der Vergleich). Ich kann es nur wiederholen, das Land Ecuador gefaellt mir hervorragend, und so habe ich mich entschlossen, dem Rat von Mario zu folgen und morgen zurueck nach Banos zu biken. Die Aussicht auf eine gepflegte Vela, gute Musik und Bier laesst mich nicht zu lange zoegern. Banos ist uebrigens nicht nur bekannt fuer sein Hardrock Cafe, sondern auch fuer seine Banos (also Baeder), und seine Lage als Uebergang des Altiplanos in den Dschungel. Darueberhinaus auch eine der Mountainbike Hochburgen von Ecuador. Danach werde ich dann voraussichtlich an die Kueste oder in den Dschungel fahren, bevor es dann nach Kolumbien geht.

Ausserdem kam mir der Gedanke nach Kolumbien vielleicht nach Zentralamerika zu fahren, wenn Zeit und Geld ausreichen. Ein weiterer Gedanke der mir von Tag zu Tag mehr gefaellt waere die Reise literarisch in Form eines Buches oder einer Broschuere zu verarbeiten. Eine etwas andere Reisegeschichte...... Soweit also ein kleiner Einblick in meine Gedankenwelt.

Seit gestern bin ich uebrigens auch stolzer Besitzer einer Ecuador- und Kolumbien-Landkarte sowie einer Digitalkamera. Ab jetzt werden also wieder Fotos geschossen. Und der Rest steht in den Sternen oder im naechsten Update.

Ciao und adios

Frittenalex 

 

Hola liebe Sportsfreunde,

bin gestern mit Pauken und Trompeten in Quito angekommen. Die letzten 2 Teilstuecke von Riobamba waren noch mal eine gute konditionelle Herausforderung, da sich noch einige Berge in unseren Weg stellten. Selbst in Quito muss man noch einige Huegel meistern um ans Ziel zu gelangen. Dafuer kann man es auf den langen und breiten Highway Abfahrten dann richtig knallen lassen. Gestern mit dem vollbeladenen Mountainbike eine Hoechstgeschwindigkeit von 85 km/h erreicht, neuer Reiserekord.

Unsere Ankunft haben wir natuerlich wie es mittlerweile langjaehrige Tradition ist, ausgiebigst gefeiert. Nach Quito geht es fuer mich wieder alleine weiter, da Peter dann auf die Galapagos Inseln fliegt um dort lustige Tiere zu sehen. Fuer mich stellt sich die Frage wo ich nun hinfahren werde. Direkt nach Kolumbien, dass nur noch 200km entfernt ist, oder an die Kueste Ecuadors nach Bahia Caraquez wo es wie ich auf einem Foto gesehen habe ziemlich schoene Straende gibt. Mal schauen, da Ecuador ein ziemlich sympathisches Land ist denke ich werde ich wohl eher noch eine Woche oder so dranhaengen und mich somit fuer den Strand entscheiden. Danach geht es dann nach Kolumbien. Kolumbien wird sicher interessant mit dem Bike, da es ja die Radsporthochburg Suedamerikas ist. Ich darf hier nur an Fahrer wie den legendaeren Kletterer Lucho Herrera oder den Gewinner des letztjaehrigen Bergtrikots bei der Tour de France Mauricio Soller verweisen.

Tja mehr faellt mir jetzt Im Moment eigentlich nicht ein, und somit werde ich dieses Update bei dieser geringen Groesse belassen, und mir jetzt einen Hamburger oder ein Kebab goennen.

Beste Gruesse an alle

euer Frittenalex, live aus Quito

 Strecke:

Riobamba-Latacunga 110km

Latacunga-Quito 98km

Statistik: 2.109km ole ole

 

 

Hallo Leute,

sitze gerade in Riobamba und bewundere dieses leere Word Dokument das gefuellt werden will. Nach chilligen Tagen in Mancora, mit viel viel Essen und Bier trinken, ging es dann weiter in Richtung Tumbes der Stadt an der Grenze zu Ecuador. Landschaftlich cruist man dabei die meiste Zeit am schoenen Meer entlang. Tumbes ist eine kleine, laute und chaotische Stadt, kann man gesehen haben, muss man aber nicht. Von dort sind es dann nur noch 20km zur Grenze wo ein kleiner Fluss die beiden Laender teilt. Der erste Eindruck von Ecuaodor ist ein positiver, alles ist ruhiger, nicht so viel hysterisches Geschreie, Gehupe und die Leute scheinen auch sehr freundlich zu sein.

Die ersten Kilometer nach der Grenze wandelt sich die Panamerikana in eine einzige Baustelle, und man faehrt durch huegeliges Gebiet und Bananenplantagen. Wahrscheinlich die gruensten Gegenden die ich bisher in meinem Leben gesehen habe. Nicht dunkles Gruen wie bei uns sondern helles, leuchtendes Gruen. So weit das Auge reicht erstrecken sich Bananenplantagen. Diese Gegend ist ja auch das Weltzentrum des Bananenanbaus. Am naechsten Tag ging es dann weiter in Richtung Quito. Gleich in der Frueh sieht man sich mit einer unglaublichen Hitze konfrontiert. Die Temperatur liegt um die 38 Grad (eigentlich nicht so schlimm) was das ganze aber wirklich besonders macht ist die unglaubliche Luftfeuchtigkeit. Waehrend man radelt verwandelt man sich quasi in einen mobilen Springbrunnen. Wahre Wasserfontaenen ergiessen sich in alle Richtungen nach ca. 200 gefahrenen Metern, und bleibt man stehen wirds noch mehr.

Am zweiten Tag in Ecuador habe ich dann Peter verloren da jeder sein eigenes Tempo fuhr und ich in Front eine kleine nicht beschriftete Abzweigung ignorierte und der Panamericana folgte. Nachdem ich dann 1 Stunde in einem Kiosk wartete und Cola trank entschloss ich mich ein paar Kilometer zurueckzufahren und nach dem rechten zu sehen. Keine Spur von Peter, da er aber im Gegensatz zu mir Strassenkarten hatte, dachte ich mir schon dass er eine andere Strasse genommen hatte. Ich folgte also weiter der Panamericana. Dann nach mittlerweile 160 gefahrenen Kilometern und gefuehlten 20 Litern Wasserverlust, kam ich dann zu einem Kreisverkehr mit tollen Beschilderung:

Pfeil links: Quito; Pfeil rechts: Quito, Geradaus: Quito!

Da wirds dann natuerlich etwas schwieriger. Ich entschied mich einen Truckfahrer zu fragen und der empfahl mir dann die Strecke ueber El Triunfo. Die nahm ich dann auch und nach 190 km kam ich dann in El Triunfo an. Keine Spur von Peter. In El Triunfo wurde dafuer ein unglaublicher Wolkenbruch geboten der alles innerhalb weniger Minuten unter Wasser setzte.

Am naechsten Tag ging es dann etwas spaeter als ueblich um 8 Uhr weiter in die Berge, Tagesziel ungewiss. Die ersten Kilometer stetig leicht bergauf aber durchaus angenehm, bis zum Ort Bacay dort zweigte ich dann in Richtung Quito ab und die Strasse wandelte sich zu einem einzigem Schlagloch. Um ca. 3 Uhr durchquere ich dann ein Dorf, und ploetzlich hoere ich Pete der mir aus einem Restaurant zu ruft. Wie sich dann herausstellt hat er am Vortag die Abzweigung nach Cuenca genommen und ist dann auch nach planmaessigen 140 km in El Triunfo angekommen, dort hat er im selben Hotel wie ich, im Zimmer neben mir gepennt. Gesehen haben wir uns nicht und im Hotel hat auch keiner etwas davon gesagt dass hier noch ein anderer Radfahrer pennt.

Gestern dann die Teilstrecke nach Riobamba. Lediglich 84km lang dafuer aber 55km nur bergauf, rauf auf 3700m. Radfahren im Altiplano ist immer eine ziemliche Herausforderung, dafuer gibt es aber auch Situationen die einem anderswo nicht passieren. Wir kommen in ein Dorf, und alle Kinder laufen davon. Wir hauen ne Pause rein, stehen herum trinken Cola und mampfen Bananen, ploetzlich kommen die Kinder und beobachten uns. Sie nuscheln immer und schauen uns dabei an als ob wir 6 Fuesse oder so haetten. Natuerlich lassen wir uns nicht lumpen und machen auch gleich einen auf Ausserirdische, laufen ihnen ein paar meter nach und sofort laufen alle weg wie bei "Wer hat Angst vor dem Schwarzen Mann", hehe. Weiter oben fanden sich dann noch Kinder die nicht so aengstlich waren und uns im Gegenteil sogar ein Weilchen den Berg raufschoben, so sollte das sein.

Nach der Abfahrt begutachte ich mein Rad, aha wie ueblich 2 Speichen gerissen, kein Problem. Fuenf Minuten spaeter ein Platter Hinterreifen, Scheisse. Der Reifenwechsel gestaltet sich dank der 3 Lagen Klebeband und Gummischicht (hier haben sie kein normales Felgenband) aeusserst muehsam. Danach Laufrad wieder rein, Schnellspanner zu und ZACK, bricht doch beinhart der Schnellspanner ab und schneidet mir Vollgas in die Hand. Der gebrochene Schnellspannhebel bildet definitiv einen neuen vorlaeufigen Hoehepunkt in meiner bereits auesserst umfangreichen Defekt-Statistik. Die letzten Kilometer legte ich dann halt damit zurueck und so wurde Riobamba nach einem langem und ereignisreichen Tag doch noch erreicht.

Als Lohn fuer die Anstrengungen der letzten Tagen spachtelten wir dann im Fast Food Lokal mal ordentlich fettes Essen in uns rein, die Statistik:

2 fette Hamburger, 1 grosser Burrito, 1 Portion Pommes und 3 Bier, scheisse hoert sich jetzt eigentlich gar nicht mehr so viel an.

Heute ist mein Rad mal wieder wie ueblich beim Mechaniker, und morgen gehts dann weiter. Bis Quito liegt definitiv noch einiges vor uns, mal schauen. Ich denke in 2 Etappen oder 3 sollten wir in Quito sein.

Strecke:

Mancora - Tumbes 105km

Tumbes - El Gorbon (oder so) 110km

El Gorbon - El Triunfo 190 km

El Triunfo - Pakasmayo ca. 80km

Pakasmayo - Riobamba 87km

neuer Stand: 1912km

 

 

Hey Bro's,

der Aufenthalt in Trujillo bei Lucho dem Radfahrer verlaengerte quasi erzwungenermassen zu einer Woche, da wir meine Packtaschen basteln mussten (gar nicht so einfach) und andere Teile am Bike getauscht haben. Die Woche in Trujillo war eigentlich recht unproduktiv, bis auf die letzten 2 Tage wo dann angepackt wurde. Ansonsten relativ viel in der Nacht durch den verrueckten Strassenverkehr gepfiffen mit Lucho und in die Pizzeria von Dirk dem Deutschen gegangen, dem Praesidenten der Radliga von Trujillo. Dort musizierte immer Wolfgang ein anderer Deutscher und Ex-Pfarrer, der jetzt eine Familie dort hat. Da sein Kuenstlername "Mozart" ist, und ich bekanntlich ja aus dessen Stadt komme, wurde mir zu Ehren immer "Die kleine Nachtmusik" mit einem epischen Floetensolo angestimmt. Das Publikum war entzueckt und prostete mir beinahe goennerisch zu.

Nach ein paar Tagen kam dann auch Peter Reevesy ein Neuseelaender(http://www.reevesy-ryder.blogspot.com/) der seit Santiago de Chile unterwegs ist. Wir verstanden uns auf Anhieb gut, und so kam es das ich anstatt mit Lucho nach Cajamarca zu fahren (hab mal genug vom Altiplano gesehen, regnen tuts auch immer und kalt ist es auch) mit Peter dem Kiwi der Panamerikana Richtung Norden zu fahren. 50km noerdlich von Trujillo existiert ein Dorf namens Paijan vor dem Lucho uns Tag fuer Tag neue Schauergeschichten erzaehlte und als Beweis auch immer seine Zeitungsartikel rausholte. Wir sollten also auf alle Faelle gemeinsam durchfahren, da dort extrem viele beschissene Motortaxis sind die nur darauf warten bis ein Tourist durchfaehrt und sie dann in der Wueste bewaffnet ueberfallen. So bereits mit vielen Radfahrern geschehen.

Am grossen Tag der Abreise  war Lucho dann wie er in blumigen Worten sehr lange erklaerte von Durchfall geplant und so schickte er uns sinnloserweise den zierlichen Jean Baptiste mit. Wir hatten ein moerderisches Programm vor uns um in 4 Tages Etappen nach Mancora einem Dorf an der Kueste, in dem lt. Peter Milch und Honig fliesst, zu gelangen. Die ersten 2 Tage jeweils 110km nicht so schlimm, aber dann ein Tag 220km durch die Wueste und am darauffolgenden Tag nochmal 185km.

Wir harmonierten gut und legten mit unseren vollbepackten Bikes ein gutes Tempo vor. Jean war wohl eher auf ein gemuetliches Sonntagsradeln eingestellt. Und so hatte er ziemlich zu kaempfen. Als er dann in einem Dorf abzweigen wollte um ein paar Kilometer in eine andere Richtung zu einem Markt zu radeln weil es dort frischgepressten Orangensaft gibt, fuhr der bereits angepisste Peter unbeirrt weiter. Die naechsten Kilometer hatte Jean dann gar keinen Spass mehr und kaempfte wie bei der Tour de France. Ausgerechnet in Paijan beschloss er dann mit dem Bus nach Hause zu fahren. Wider Erwarten erwies sich Paijan wirklich als das Scheissloch das uns Lucho angekuendigt hatte. Lauter Typen zw. 20 und 40 hocken dort sinnlos rum, saufen Bier und deuteten mit den Fingern auf uns. Als wir stehenblieben bildete sich sofort ne Menschentraube um uns. Ich und Peter beschlossen weiterzufahren. Nach ein paar Metern drehten wir noch mal um um Jean Baptiste zu ueberzeugen mit uns zu kommen, er wollte aber nicht und winkte noch zuversichtlich er sei hier sicher, alles in Ordnung, waehrend er immer mehr interessierte "Gespraechspartner" fand.

Nach etwas ueber 3 STunden kamen wir Pakamayo an, einem ruhigen und sympathischem Oertchen. Am naechsten Tag gings weiter nach Chiclayo. Dem Ausgangspunkt fuer die Wuestendurchquerung.

morgen dann mehr. Auf der Homepage von Peter http://www.reevesy-ryder.blogspot.com/ gibts auch einige Fotos von den letzten Tagen zu bestaunen.

 Chiclayo war ein relativ schoenes oertchen oder um genau zu sein die wichtigste Stadt im Norden von Peru: Fuer uns war Chiclayo der Ausgangspunkt fuer die Wuestendurchquerung an deren Ende, nach 220 km wir in Piura ankommen wollten.

Um 4 Uhr standen wir auf und noch vor 5 sassen wir auf unseren Raedern und bikten durch die Dunkelheit in RIchtung NOrden. In der sengenden Hitze und der Einoede der Wueste fanden wir wieder einen Top Rythmus und kamen nach ca. 7 Stunden reiner Fahrzeit in Piura an. Total fertig natuerlich. Um das ganze noch zu toppen hatten wir auch fuer den naechsten Tag noch einmal 185km eingeplant, dieses Mal allerdings durch huegeliges Gelaende. Two two hunnies in a row.

Wieder um 5Uhr morgens gings los. Der Tag war von Anfang an eher ein Kampf, und blieb es auch bis zum Ende. Nach ziemlicher langer Fahrerei kamen wir dann in Mancora an und zelebrierten die ersten verdienten After Race Beer's. Zur Feier des Tages, und der abgespulten 600km in 4 Tagen hauten wir auch noch Zigarren am Ende des Abends rein.

In Mancora bin ich jetzt seit 2 Tagen und morgen wirds dann weiter gehen. Ziemlich beschaulicher Ort hier, touristisch na klar, aber einfach richtig um zu relaxen zu feiern und am Strand zu liegen oder zu surfen. Wie gestern geschehen, jedoch werde ich wohl noch mehr Tage am Surfboard benoetigen um zur Weltelite "g" aufzusteigen, gestern war eher ernuechternd.

So siehts aus morgen gehts dann in Richtung Ecuador das nur noch um die 150km entfernt ist. Nach eineinhalb Monaten in Peru wirds auch Zeit fuer nen Wechsel.

Ecuador ich komme!

Ciao Alex

 Strecke:

Trujillo - Pakasmayo 108km

Pakasmayo - Chiclayo 108km

Chiclayo - Piura 215 km (Wueste durchquert ole ole)

Piura - Mancora 185 km (Bier, Party und Strand ole ole ole)

 

Hola liebe Freunde des gepflegten Speichenbruchs,

auf direktem Weg unterwegs nach Trujillo, ergab es sich das eine Abzweigung mit dem Hinweis "Huaraz 200km" vor meinen Augen auftauchte. Also hiess es Cordillera Blanca jetzt oder nie, da es von Trujillo aus herzlich ineffizient gewesen waere wieder zurueck in den Sueden zu gurken. Die Cordillera Blanca ist das zweithoechste Gebirge dieser Welt, hinter dem Himalaya. Auf dieser Strasse erwarteten mich 120 km Aufstieg bis zum hoechsten Pass der auf 4100m liegt. Von faellt die Strasse dann innerhalb von 80km wieder auf 3100m nach Huaraz ab. Was ich ohne Karten und so natuerlich nicht so exakt wissen konnte. Die Verkehstafeln mit den Kilometerangaben sind in Peru wenns hoch kommt auch mal alle 50km angebracht, also gings einfach mal bergauf. Am ersten Tag kam ich bis Chassqitambo (benannt nach den Kurieren der Inkas) und da wurde dann gepennt, um am naechsten Tag schon um 7 Uhr loszustarten. Ist hier wichtig da es im Aufstieg im Altiplano ja praktisch nur kleinste Doerfer mit ein paar Hauesern gibt und natuerlich keine Unterkuenfte fuer ausgepumpte und stinkende Radfahrer.

Also gings los. Cool ist bei diesem Aufstieg auch das man ziemlich viele Klimazonen durchfaehrt da man ja bei grosser Hitze von der Panamerikana auf Meereshoehe abzweigt und in 4100m dann von Schneeregen erwartet wird. Waehrend des sehr harten Anstiegs konnte ich mich ueber die Hilfe eines LKW's freuen, bei dem ich mich 20km anhalten konnte. Ziemlich laessige Sache sich mit gutem Tempo auf diesen holprigen Strassen den Berg raufziehen zu lassen, vor allem in den Kurven wo der Fahrer meist das Beduerfnis hat das Tempo zu erhoehen. War ne grosse Hilfe. Irgendwann gings dann aber - mittlerweile im Regen - alleine weiter. Ende des Anstiegs ist bei dichtem Nebel sowieso keiner in sicht und so heisst es nen Rythmus zu finden (bei mir hiess das schweren gang rein und raufdruecken - anstelle von anfangs probiertem oekonomischem rumgehaxle) und einfach bergauf zu fahren. Nach Stunden war ich dann auch ploetzlich auf ner Kuppe angekommen, im Schneeregen. Als ich mich in das kleine Wirtshaus schmiss um mir dort Lomo Saltado und einen Mate de Coca zu goennen, erfuhr ich dass ich mit 4100m den hoechsten Punkt erreicht hatte. Yeah. Noch 2.5 h bis Sonnenuntergang und 80km bis Huaraz allerdings in abfallendem Gelaende. Also noch schnell mit Coca versorgt, Musik rein und Kopf runter. Etwas nach Sonnenuntergang empfing mich Huaraz dann auch gleich mit stroemendem Regen und niedrigen Temperaturen.

Hier in Huaraz verbrachte ich einen Ruhetag, und trieb mich in der Stadt rum. Das Wetter wurde auch nicht wirklich besser, und die ganze Kleidung die drecknass im Zimmer rumhaengt wird im Altiplano auch nie trocken, und so ging es dann nach einem Ruhetag wieder weiter. Anhand des Planes einer quasi Werbebroschuere fuhr ich weiter nach Caraz vorbei an den angeblich schoensten Bergen der Welt (lt. Einheimischen, hehe) unter anderm auch am 6700m Huachin oder so. Dank des Nebels konnte ich meine Serie jedoch fortsetzen und habe an keinem einzigem Tag die Cordillera Blanca wirklich gesehen, naja ich war dort, ich hab sie quasi gerochen, schau ich sie mir halt im Internet an.

Auf dem Weg nach Caraz fing mein Rad an sehr bedenkliche Geraeusche zu machen. Relativ schnell war klar das das Innenlager wohl geschrottet sein duerfte. In Caraz ging es dann also mal zum Markt zur "Radwerkstatt". Da wird die Kurbel dann noch mit der Rohrzange abgezogen, ist hier alles ein bisserl anders. Bei uns wird das Kugellager ausgewechselt hier werden die Kuegelchen ausgewechselt und wieder neu eingeordnet. Der Mechaniker fragt seinen Kollegen, wieviel Kugeln da eigentlich reingehoeren, und fertig. Saubillig und hinhauen tuts dann auch fuer 2 STunden. Danach gings weiter in den Pato Canyon alles ueber Geroellpisten. Der Canyon ist ziemlich reizvoll und riesig, gespickt mit zahlreichen unbeleuchteten Tunneln wo man praktisch gar nichts sieht was aber eh nicht so wichtig ist da hier eigentlich eh keiner faehrt. Ich fuhr noch ein paar Stunden weiter kam auch in 2 Kleindoerfer und irgendwann kam ich dann zu einem alleinstehendem Haus und gesellte mich zur Familie, die mir dann auch erzaehlte das die Distanz zum naechstem Dorf sicher heute nicht mehr zu schaffen sein wird, aber in der naechsten Stunde ein Bus vorbeikommt. Also Fruechte der Familie mampfen und auf den Bus warten. Der Bus muehte sich im Zeitlupentempo den Berg herab und kam dann auch wirklich an. Mit dem Bus fuhr ich dann nach Santa, an der Panamerikana gelegen. Schoenes und ruhiges Dorf mit Super Hamburgern und Chifa-Buden (quasi Peruanisch-Chinesisches Essen).

Naechster TAg dann in der Frueh gleich ein Platter, dann zur Bikewerkstatt gefahren, um Sachen zu besorgen, da fiel mir dann auch gleich noch auf das eine Speiche gerissen war. Nachdem alles geflickt war und ich gegessen hatte, ging es in schnellem Tempo weiter um Zeit aufzoholen und nach 20 km gabs dann gleich den naechsten Platten. 2 mal geflickt jedesmal gleich wieder im Arsch, Schlauch ueberhaupt durch den Wind. Also Auto stoppen. Gleich das erste Auto hat mich auch mitgenommen zur naechsten Stadt Cao. Dort neuen Schlauch gekauft, und auch 2 Ersatzschlaeuche und weitergefahren zur Kleinstadt Viru. Dort hab ich dann gepennt. Um am naechsten Tag die verbliebenen 50km nach Trunillo zu plaetten.

Angekommen in Trujillo, mal wieder das Fahren in der Stadt mit dem Chaotischen Verkehr genossen (wie beim Messengern) und am Hauptplatz zur Feier ein Bier angerissen. Danach habe ich Lucho D'Angelo den Miguel Indurain von Trujillo und den Besitzer des Casa de Amistad/ Casa de Ciclistas ausfindig gemacht. Die Familie hat mich auch gleich abgeholt und mir mein Zimmer (Radfahrer koennen hier gratis pennen) in  dem Haus gegeben. IM MOment bin ich der einzige Radfahrer hier, insgesamt bewegt sich die Zahl aber bereits auf 2000 zu.

Seit Freitag bin ich jetzt also hier. Lucho ist ein ziemlicher Radsportfreak, da stehe ich natuerlich auch nicht viel nach. Werde hier wahrscheinlich noch 2 Tage verweilen um mir neue Packtaschen machen zu lassen (mit den jetzigen komme ich ws. nicht nach Kolumbien, wenn ich noch ein Shampoo reingebe platzen sie sowieso) und auf Lucho zu warten der dann mit ins ca. 3 Tage entfernte Cajamarca mitfahren moechte. So siehts aus die Biketour in den Norden geht also weiter.

Geruechten zu Folge laufen in Ecuador die Vorbereitungen fuer meinen Empfang schon auf Hochtouren. Kein Wunder komm ja nicht jeden Tag dorthin.

Also dann

hasta pronto

frittenalex

Strecke:

Lima-Chankay  ca. 70km

Chankay-Huadra ca. 70km

Huaura-Chaskytambo 110km

Chaskytambo - Huaraz 145km (ueber 4100m Pass)

Ruhetag

Huaraz-irgenwo nach Huallanca Niemandsland ca. 115km (dann mit Bus nach Santa)

Santa-Viru 45km (grosser Tag der Defekte)

Viru-Trujillo 55km

 

Biken nach Norden,

nach dem Pascua Toro dem grossen Osterfest in Ayacucho mit viel Saufen, Religion und einem Stiertreiben durch die Stadt (wie in Pamplona; der Stier wird durch die Stadt getrieben, und alle laufen davon, und manche stolpern und lassen sich dann ne weile vom Stier mitnehmen, hehe) gings weiter nach Lima.

Mein Eindruck von Lima war von Anfang an positiv. Von allen Haupstaedten die ich bis jetzt in Suedamerika gesehen habe gefaellt mir diese am besten. Das Klima ist das ganze Jahr ueber heiss bis warm und trocken, die Architektur ist im Stadtzentrum sehr schoen und auch in den restlichen Teilen wird irgendwie alles geboten. Die Stadt ist chaotisch und laut, die Leute sind freundlich und nett, im Verkehr gibts sowieso keine Regeln und um das ganze abzurunden liegts auch noch am meer. Kann man sich wohlfuehlen. Ne Stadt zum Leben, sicher nicht fuer jeden Geschmack aber meinen trafs ganz gut.

Absolute Prioritaet in Lima hatte natuerlich der Besuch der Oesterreichischen Botschaft um meine Karte und einen Notfallsausweis abzuholen. Muss ich sagen war ich positiv ueberrascht wie schnell und unkompliziert das bei denen ging. Auch meine zugesandten Dinge haben sie sicher verwahrt. Georg Kulmer ist ein guter Botschafter das kann ich euch sagen.

Des weiteren habe ich ja schon in Ayacuccho den Gedanken gefasst mit dem Bike weiterzufahren. In Lima hab ich mich dann auch gleich mal schlau gemacht wo's denn bitteschoen hier Bikes zum kaufen gibt. Auf Empfehlung bin ich in die Avenida Grau gefahren, wo ein Bikehaendler den naechsten jagt, ueberall verkaufen sie diese Raeder die man bei uns im Bauhaus kauft. Am naechsten Tag bei Kulmer, hab ich mir noch mal 2 Adressen geben lassen, bei der ersten haett ich mir dann schon ein billiges aber doch halbwegs solide aussehendes Bike gefunden, das wollte ich dann auch schon nehmen. Brauchten aber noch einen Tag zum Zusammenbauen. Und so kam es dass ich mal wieder relativ ziellos durch die City schlenderte und ploetzlich, ploetzlich stehe ich vor einer Halle die aussieht wie ne Garage in der Bronx mit Raeder drin. Und da drin gab es dann ploetzlich alles. Bei nem Stand der ne kleine Packtasche haengen hatte hab ich dann mal auf nen rahmen gedeutet und gefragt was der so kostet. 130 Soles/40 Dollar, ganzes Rad 650 Soles/200 Dollar. YEAHH. Und jetzt hab ich n Bike wie ich es zu Hause nicht hatte. Hab auf Komfort verzichtet und auf Robustheit gesetzt. Somit hab ich ein reinrassiges Hardteil, ohne Federgabel oder so nen Schnickschnack, die Mountainbike Reifen daempfen auf der Strasse ja auch schon. Klar Ausstattung und so ist nicht das beste, aber zu dem Preis mit Packtasche (ist halt verdammt klein) sieht meine Maschine echt hammermaessig aus. Gelber Rahmen mit Specialized Stumpjumper aufklebern, Silber Starrgabel, geiler Ritchey Lenker. Jetzt muss es nur noch zuverlaessig sein, dann hab ich nen Freund gefunden.

Da ich keinen Reisefuehrer, keine Strassenkarten (keiner weiss wo die verkauft werden, und haben tut sie auch keiner, auch keine Tankstellen, naja weitersuchen) usw. habe ging und geht es jetzt mal auf der Panamerikana Norte richtung Norden. Die erste STunde durch Lima war der WAhnsinn, da schlaegt das Radkurierherz gleich hoeher. Das totale Chaos, staendigtes Hupkonzert von allen Seiten, jeder zieht ueber alle 2 oder 3 Spuren wie es gerade passt ohne auch nur zu schauen, und ueberall Busse, Taxis und diese Rikschaaehnlichen Mototaxis. Verdammt heiss. Im Abstand von 30 Kilometern von Lima legt sich das ganze dann schon aehnlich, und man ist alleine mit sich, der Wueste, den grossen Trucks und der Panamerikana.

Die erste groessere Bergwertung konnte ich auf ein Angebot hin, auch gleich mal in alter Sprinter-Manier mit der Hand an einem Motorrad bewaeltigen. Danach gings dann bis zum Tagesziel Chankay immer dem Meer entlang, ueber dem durch den Zusammenprall mit der Wueste immer leichter Nebel haengt. Sieht ziemlich cool aus. Die Wueste erinnert irgendwie auch an ne Mondlandschaft. In Chankay gabs dann ueber die Nacht auch 2 Erschuetterungen die jede 10 Sekunden oder so dauerten. Weiss nicht ob hier in der Gegend irgenwo ein groesseres Erdbeben war, aber anscheinend ist das hier normal. Und im letzten Jahr wurde ja auch Pisco fast vollstaendig zerstoert.

Heute gings dann weiter, leider bin ich wieder erst um halb 2 weggekommen. Bin wieder nur so 70-80 km gekommen, haette noch ne Stunde Zeit gehabt hat aber hier keinen Sinn weil alle Ortschaften weit auseinander sind, und wenn du nur nach Verkehrstafeln fahren kannst weisst du nie ob der angeschriebenen Ort in 40 km nun nur ne Tankstelle oder ein Dort mit einer Unterkunft ist. Morgen werde ich mich frueh aus dem Bett schwingen, und Kilometer machen.

Die Panamerikana ruft. Irgendwie ist sie ja auch ein Mythos. Eine Strasse die 2 Kontinente von NOrden nach Sueden verbindet, und sich quasi ueber die Laenge der ganzen bewohnten Welt erstreckt. Wenn man durch die Wueste faehrt, mit geiler Mucke und seinen Gedanken alleine ist, und bedenkt wie lange man auf dieser Strasse bleiben koennte ohne abzubiegen.

Zuerst werde ich jetzt bis Trujillo fahren. Das ist so um die 550Kilometer von Lima entfernt, da gibt es wie ich im Internet gesehen habe nen grossen Radsportfan, der alle Biker bei sich pennen laesst und das Material und so wartet, hoffe den gibt es noch. Sein Kind heisst "Lance" hehe.

Bis dort werd ich dann vllt. auch Karten und solche Scherze haben. Dann kann ich die Sache etwas gezielter angehen. Aber eigentlich ist das Gefuehl eh sehr geil einfach mit dem Bike Richtung Norden zu fahren. Unendliche Weiten sozusagen wie damals schon bei Captain Kirk und seinem Vulkanier Freund Spock.

Ok also dann Freunde beste Gruesse,

keep the underwear burnin'

 

meine Bikersongs (hab im Moment nur 19) fuer endlose weiten:

Poison Idea - Plastic Bomb - andys burning

Wolfbrigade - dont ask me why

Turbonegro - all my friends are dead - wasted again

Atari Teenage Riot - Speed

 

 

 

 

Hola Ole Ole,

wieder ist seit dem letzten Eintrag ein Weilchen in die verschiedenen Laender der Welt gezogen. Wie das letzte mal schon beschrieben habe ich mich von Arequipa in den Sueden Peru's aufgemacht. Zuerst an den Strand nach Boca del Rio, danach die schoene Stadt Tacna im Wirtschaftsfreiraum Perus und Chiles. Von dort weiter in die ebenfalls schoene Wuestenstadt Moquequa, und um den Sueden abzurunden auch noch in die Hafen- und Industriestadt Ilo mit kontaminiertem Sandstrand. Dort gibts anscheinend das ganze Jahr ueber den besten Fisch ueberhaupt, kann ich als Schuetzer der ueberfischten Weltmeere leider nicht beurteilen.

Von Ilo gings der Kueste entlang zum ersten Fixpunkt eines jeden Touristen in Peru: NAZCA. Zu den weltberuehmten Zeichnungen die vor 1500 Jahren oder so von der Nazca Kultur in den Boden geritzt wurden. Wieso weiss keiner so genau, macht das ganze aber eh noch interessanter. Beim Flug ueber die Linien muss man zuerst schon immer genau hinschauen, wenn man sie dann jedoch erstmal ausgemacht hat ist es jedoch schon eine beeindruckende Sache. Vorallem denkt man sich: WIESO, eigentlich, wieso keine Nacktzeichnungen? Aber zum Glueck gibt es noch Geheimnisse.

Auch sonst hat mir Nazca mit seinem heissen, trockenem Wuestenklima gut gefallen. Ach ja die hoechste Sandduene der Welt (2100m) kann man dort auch sehen. In Nazca sind auch Berni und Manuel gerade von Cuzco eingetroffen. Am naechsten Tag sind sie dann weiter gefahren nach Huacachina einer Oase nur 5km von der Stadt Ica entfernt (der Welthauptstadt des Pisco's (alkoholisches Getraenk, gewonnen wie Wein aus Trauben)). Da ich erst am naechsten Tag einen billigen Bus nach Cuzco bekam, fuhr ich auch noch in das 2 h entfernte Ica und von dort aus nach Huacachina. Fast ein paradiesisches Szenario das sich dort bietet. In der Mitte ein vllt. 200m langer See umgeben von hohen Sandduenen. http://huacachina.tuportal.com

Am naechsten Tag gings dann mit nem ordentlichen Kater in Kombination mit ner gelungenen Darmverstimmung wieder zurueck nach Nasca und von dort aus weiter nach Cusco oder Cozco (Quechua) der einst maechtigen Hauptstadt des Inkareiches. Und auch heute ist die Stadt wieder maechtig und zwar in Sachen Tourismus. In der Gegend um den prachtvollen Hauptplatz kann man praktisch keinen Schritt machen ohne von irgendemandem angequatscht zu werden der dir irgendetwas verkaufen will. Geht mir ziemlich auf den Sack, vor allem wenn jeder von diesen Typen nach der ersten Ablehnung das Ruder noch rumreissen will und dich mit Drogen koedern will. Meist sind das noch nicht mal Einheimische. Tja so ist das mit den Touristenhauptstaedten. Die Stadt selbst ist jedoch sehr schoen und hat vor allem durch die interessante Mischung von Inkarelikten und Kolonialbauten einiges zu bieten.

Aufgrund meiner Magenverstimmung verfolgte ich meinen Plan auf eigene Faust irgendwie nach Machu Picchu zu kommen, nicht weiter und entschied mich auch fuer die 4 Tages Variante. Der erste Tag dabei mit dem Mountainbike. War witzig mal wieder etwas bergab zu heizen. Gewartet hab ich dann halt immer sehr lange, was sich am Ende der Etappe aber bezahlt machte da ich so die Gruppe noch zu einem Bier ein. Ich und ein Australier liessen uns nicht lange lumpen. Wie das meistens so ist endete das ganze dann erst sehr spaet in der Nacht. Nach kurzem Schlaf gings dann weiter. Obwohl ich eigentlich mich nicht sonderlich fuer Tiere begeistern kann, muss ich sagen dass mir die Tierwelt dort sehr gut gefiel. Gleich bei der ersten Rast sah ich Papageien, ein komisches Tier mit langem Ruessel (vllt. ein kl. Nasenbaer) und einen Affen der staendig am Fuss eines Buben hing und dort gemuetlich Bananen mampfte. Leider streikte die Kamera die ganzen 4 Tage, im Nachhinein aber egal wie sich zeigen wird.

Zu Machu Picchu muss ich nicht viel sagen, ist einfach ziemlich grandios das Ganze. Muss man gesehen haben. Ist halt ziemlich teuer. Fujimori der Ex-Expraesident wollte im Jahr 2000 das Ganze verkaufen und privatisieren. Zum Glueck ging die Rechnung nicht ganz auf. Dafue wurde der Zug verkauft. Auf der Rueckfahrt mit dem Zug konnte man dann auch sehen das das ganze gelungen ist, anstatt einfach nur mit dem Zug zu fahren wurden wir mit einer peinlichen Mode- und Kulturschau verwoehnt. Einigen hats aber anscheinend gut gefallen, die deckten sich dann auch gleich mit modischer Inka Kleidung ein, die ja angeblich auch noch der lokalen Bevoelkerung zugute kommt, haha. Wieso sollte ich's mir im Markt direkt bei den Leuten kaufen wenn ich's bei der auslaendischen Zugfirma zum doppelten Preis kaufen kann.

morgen dann mehr...

Wieder angekommen in Cuzco fasste ich den Plan nach Ayacucho weiterzufahren. Dabei stellte sich heaus das Ayacucho so ne Art Suedamerikanisches Mekka fuer die "Semana Santa" also fuer die Osterwoche ist. Auf dem Weg zum Bahnhof den ich wie meist zu Fuss bewaeltigte geschah mir der hoffentlich nicht mehr zu toppende Bock der Reise. Der kleine Rucksack mit ALLEM wirklich ALLEM was bei einer Reise wichtig sein koennte wurde mir gestohlen. Verdammt geschickt, als ich ihn nur mal einen Moment neben mich stellte. Erster Gedanke, nein das kann nicht sein da schau ich noch mal genau, zweiter Gedanke, SCHEISSE!!!

Da steht man nun in Cuzco/Peru mit einem Gesamtvermoegen von 30 Soles/10 Dollar. Mein Verdaechtiger denn ich mir sofort geschnappt hatte hatte wohl auch nichts damit zu tun. Am Weg von der Polizei zum Gratistelefonieren bin ich dann 3 Deutschen ueber den Weg gelaufen, die super drauf waren und mir auch mal Kohle vorgestreckt haben, um mal ne Woche bis zum Erhatl meiner Ersatzkarte zu leben. Zur Zeit haenge ich halt etwas in der Luft, da ich bis naechste Woche warten muss, eine kleine Auflistung was alles in dem Rucksack war:

 

  • Reisepass
  • Bankomatkarte
  • Kreditkarte
  • Cash
  • Mp3 Player
  • Fotokamera
  • Reisefuehrer
  • Woerterbuch und alles Material von der Spanischschule in BA darunter mein hart erarbeitetes Diplom
  • Buecher
  • Lieblingsmusikzeitschriften
  • alle, alle Adressen die ich bis jetzt gesammelt habe und die ich von zu Hause mitgenommen habe
  • Erotikmagazin "g"

und wahrscheinlich noch mehr

Einen Tag spaeter als geplant bin ich dann nach Ayacucho weitergefahren. Als der Bus abfahren sollte stellte sich nach langem Geplaenkel heraus dass der Busfahrer doch keine Fahrerlaubnis hatte, haha alter. Also fuhren alle mit ner anderen Gesellschaft weiter Los Chankas benannt nach den Feinden der Inkas. Im Kampf gegen die uebermaechtigen Chankas wurde durch den groessten Inka Pachakutek der Aufstieg zur Grossmacht erst gestartet.

Ueber 20 Stunden Fahrt, davon praktisch alles auf naja gerade mal Feldwegen durch ziemlich geile Berglandschaften bin ich dann gestern in Ayacucho angekommen. Die Stadt ist schoen und zur Zeit ist hier ziemlich was los, da wie bereits gesagt alle Leute hier wegen der heiligen woche hergekommen sind. In meinem Zimmer, also in meinem Zelt am Dach eines Hospedajes kann man bereits um 8.00 in der Frueh die Musik hoeren. So gehts auch den ganzen Tag weiter. Ein richtiger Rummel hier. Da kann man es schon aushalten.

Da so gut wie alles andere auch die Kamera im Rucksack war gibt es jetzt mal keine Fotos von den letzten Wochen. Vllt. schaffe ich mir bei einem einladendem Preis eine neue an. Am Dienstag werde ich dann nach Lima weiterfahren da ich dort dann auf meine neuen Sachen warten muss. Dort werde ich mich auch nach einem Bike umsehen. Wenn ich etwas passendes finde gedenke ich mal ein bisschen mit dem Rad weiterzufahren. Mal schauen vielleicht wird's was.

An euch alle zuhause jedenfalls schoene und frohe Ostern, geniesst die Zeit.

El Chasski!!

 

 

 

Hola Freunde der gepflegten Polka,

wie geplant haben wir uns die 2 Tages Tour in den Colca Canyon natuerlich nicht entgehen lassen. Gebucht haben wir bei einer soliden und vielversprechenden Agentur zum durchaus wettbewerbsfaehigen Preis. Puenktlich um Mitternacht, aber irgendwie eine Stunde zu frueh - da es zwischen Peru und Bolivien anscheinend doch keine Zeitumstellung gab, oder wir was verpeilt haben  - holte uns unser neuer Freund Freddy ab. Freddy war wie sich dann herausstellte auch unser Guide. Zusammen mit Maria aus Griechenland waren wir 4 Leute plus Freddy. Nach dem Fruehstueck marschierten wir mal mit einer moderaten Steigung von ca. 3% in Richtung Canyon. Freddy kaempfte waehrenddessen mit seinem Wander-Skistecken der seine Bewegungen noch geschmeidiger machen sollte. Leider funktionierte der nicht und so  sand Freddy schon mal mit dem Ruecken an der Wand.

Nach dem wir in einer kurzen Zeremonie Pacha Mamas Gunst erbaten und ihr Alkohol und Coca Blaetter darbrachten, ging es dann top-motiviert los. Nach dem er bereits im Schlendertempo immer wieder kurzzeitig den Anschluss verloren hatte, erkundigte er sich ob uns sein angeschlagenes Tempo eh nicht ueberfordere und setzte sich danach am Beginn des langen Abstiegs an die Spitze. In den Abstieg konnte er auch noch 2 mit besonder - aber vllt. auch unfreiwilliger - Eleganz ausgefuehrte Purzelbaeume und Beinahe-Hechtrollen einbauen. Im letzten Abschnitt des Abstiegs blieb er dann jede 2. Kehre stehen um sich mal zu orientieren oder um zu verschnaufen. Hier war schon zu erahnen dass dieser Junge nicht das Format eines Chuck Norris hat und wahrscheinlich auch nicht in den diversen Disziplinen des Dschungelkampfes geschult ist. Dafuer verfuegt er ueber ein abgeschlossenes Geschichtestudium. Immer ein Qualitaetsmerkmal.

Nach laengerer Verschnaufpause galt es nun eine Steigung von ungefaehr 100 Hoehenmetern zu ueberwinden. Nach wenigen Metern scherte er dann auf die Seite aus um eine wohlverdiente Pause einzuschieben, waehrend wir passieren durften. Irgendwann trudelte dann auch Freddy wie nach der Koenigsetappe der Tour de France - gespickt mit 5 Alpenpaessen - ein, erkundigte sich noch ob bei uns alles in Ordnung sei und verschwand dann mal in einer Huette. Wieder 'ne geschlagene Stunde spaeter, wir waren schon am Biertrinken, weckte die Koechin dann den guten alten Freddy auf, und es gab Essen. Nach dem Essen und Biertrinken verschwand Freddy dann wieder unbemerkt in einer Huette. Als wieder einiges an Zeit verstrich und die Regenwolken naeher kamen schauten wir mal durch die Huetten, und fanden auch den friedlich schlummernden Freddy (Fotobeweis wird nachgereicht). Irgendwann gings dann weiter und Freddy hielt halt alle 50 m an um uns etwas ueber die Vegetation zu erzaehlen. Den naechsten Huegel scherte er gleich aus und liess uns alleine weitermarschieren.

Nach dem letzten Abstieg und kurz vor der Oase - mit Huetten und Pools - warteten wir und Maria (um der er sich anfangs noch grosse Sorgen gemacht hatte bzgl. seines Tempos) auf ihn. Nach 10 Minuten war dann nicht so ganz klar ob Freddy jetzt einfach nur abgestuerzt ist, oder vorher kollabiert ist und dann erst abgestuerzt ist. Also machte ich mich mal auf den Weg um unseren Guide zu suchen. Nach 20 Minuten Bergaufmarsch kam er mir dann mal entgegen und erzaehlte mir dass er lediglich einen Freund getroffen habe und mit diesem wahrscheinlich etwas ueber seine letzten Gipfelsiege gefachsimpelt hat.

Dann in der Oase angekommen war er offensichtlich ueberfordert und wusste nicht so recht wo wir hinmussten. Von den Campwaechtern darauf angesprochen ob es dass erste mal fuer ihn sei - da sie ihn nicht kannten - beschwichtigte er gleich und erklaerte dass sie bis jetzt wahrscheinlich einfach auf wundersame Weise aneinander vorbeigelebt haetten.

Zimmer hatten wir natuerlich auch keine, aber Freddy regelt das schon fuer uns, kein Problem (tat er dann wirklich!). Wir konnten uns vor lauter Lachen sowieso schon laengst nicht mehr halten, scheinbar hatte er heute ueberhaupt einen seiner besseren Tage erwischt oder der Wein den er Pachamama (Mutter Erde) geopfert hat war doch zu billig.

Nach dem Abendessen teilte er uns dann mit dass er morgen den Aufstieg leider nicht mit uns in Angriff nehmen koenne, da er hier noch etwas wichtiges erledigen muesse, und dann mit dem "Donkey" dem Esel raufreiten wuerde.

Um 3 in der Frueh gings dann mit dem Guide der anderen Gruppe los. Der Guide hier war eher das Gegenteil und legte mal sein eigenes Tempo vor um die Frauen (waren praktisch nur Frauen bis auf uns und einen Australier) moeglichst schnell abzuhaengen. Wir zeigten uns solidarisch mit den Frauen und waren jetzt eigentlich die Guides. Am Gipfel wartete der Guide dann mal auf seine Gruppe - "hell yeah - sogar jetzt beim Schreiben ist die Story einfach noch zu geil" - wuerde ja schliesslich auch bloed ausschauen wenn der Guide alleine im Dorf ankommt. Ich denke er war auch positiv ueberrascht dass die Leute den Weg auch alleine fanden. Freddy kam dann etwas spaeter auch mal, wie Jesus auf seinem Palmesel, angeritten.

Danach gings dann noch zu einer Aussichtsplattform, von der man ne wirklich beieindruckende Aussicht auf den RICHTIG imposanten Canyon hatte.

Abschliessend ist zu sagen das die Mission ein voller Erfolg war, da wir nicht nur unseren Guide wieder lebend aus dem Canyon rausbrachten, sondern auch und eigentlich vielmehr, die Landschaft wirklich beeindruckend war.

Wie es mit Freddy weitergeht? Tja das steht in den Sternen, trotz seiner vorhandenen Ambition denke ich er hat seinen Traumberuf nicht gefunden.

Danach haben wir das Nightlife in Arequipa noch gehoerig abgecheckt und durchlebten einen feuchtfroehlichen Abend mit vielen Erlebnissen und Geschichten an die man sich dann am naechsten Tag meist schon laengst nicht mehr erinnert.

In Arequipa haben sich unsere Wege dann erstmal getrennt. Mani und Berni sind mal in Richtung Cuzco weitergefahren und befinden sich im Moment im unmittelbaren Epizentrum der Inca Kultur.

Ich habe mich wieder in den Sueden an die Chilenische Grenze durchgeschlagen zu einem beschaulichen Ort an der Kueste namens Boca del Rio. Sehr chillig dort, keine Leute, heiss und in der Wueste. Wie in einem Western. Danach gings wieder nach Tacna, einer Stadt unweit von der Chilenischen Grenze. Dort hatte ich ein ziemlich schrulliges Hostel das eigentlich noch ein Rohbau ist, dafuer aber zum guten Preis her geht. Man muss halt den Pissgeruch den die Bauarbeiter hinterlassen haben, etwas ausblenden "g". Heute bin ich ins etwa 3 Stunden entfernte Moquequa weitergefahren. Und morgen gehts dann auch wieder irgendwohin.

Um mal keine Geruechte aufkommen zulassen: Wir gingen uns nicht auf den Sack oder konnten nicht mehr miteinander. Die letzten Tage in Bolivien war fuer mich schon klar dass ich jetzt mal wieder einen Kick brauche und alleine reisen werde. Ist ne andere Erfahrung und die reizt mich gewaltig.

Also Freunde - live your dreams "g"!!!

PS: Waer einen gebrauchten aber funktionsfaehigen Spazierstock zuhause rumliegen hat der kann ihn mir schicken, ich werde ihn dann an Freddy weiterleiten.

 

hola amigos,

in den letzten 2 Wochen haben wir natuerlich wieder einige Stationen unserer Suedamerika Expedition abgeklappert. Angefangen hat alles mit der naechsten Station nach Vallegrande, Santa Cruz. Santa Cruz ist im tropischen Amazonasgebiet Boliviens. Die Stadt ist eher wohlhabend und eher ein Kontrast zum Campesino (baeuerlich-traditionell) Lifestyle des Altiplano. Die heissen Temperaturen gepaart mit der hohen Luftfeuchtigkeit bieten sich an den ganzen Tag schwitzend oben ohne zu verbringen, nicht schlecht also. MIt Freunden aus Chile haben wir das Nightlife ausgetestet, und hatten natuerlich unseren Spass. Das grosse Fortgehviertel dieser Stadt ist mit ziemlich vielen Schickimicki Schuppen gepflastert wo sich wohl die High Society von Santa Cruz und ihre Kinder a' la "Sweet Sixteen" tummeln. Gefaellt mir nicht, ich durfte aber eh nicht rein, hehe. Ansonsten noch ne zweite Nacht Party, und mit einem auesserst trinkfesten jugendlichen Punkrocker in einer Bahnhofskneipe bolivianisches Bier genossen. Irgendwann nachdem man ihm die Tequila Flasche aus der Hand reissen musste ist er dann wohl ausgefallen.

Danach gings dann weiter nach Cochabamba. Also wieder rauf auf 2500m. Cochabamba ist dann wieder eher eine dreckige unaufgerauemte Bolivianische Stadt aber eben mit dem typischen Bolivianischen Flaier. Die Hauptplaetze zum Beispiel sind in diesem Teil Suedamerikas fast immer schoen mit ihrer Architektur aus der Kolonialzeit. Cochabamba hat auf einem Huegel dem Concordia die hoechste Jesusstatue der Welt. Mit 35m oder so ist sie noch 2 Meter hoeher als die von Rio de Janeiro. Und die Statue thront ja immerhin auf einer Meereshoehe von 2800m also ist sie so gesehen auf alle Faelle um einiges hoeher als die von Rio. War wahrscheinlich aber eher eine Prestigesache. Von dort oben hat man jedenfalls ne coole Aussicht ueber die ganze Stadt mit ihren Huegeln und dem See. Schoenes Panorama. Die Stadt ist auch bekannt fuer ihre "Heroinas" also die Frauen, Kinder und Alten die sich im Unabhaengigkeitskrieg gegen die Spanier auf dem Huegel verschanzten und sich dort den Spaniern entgegenstellten, nachdem in der vorangegangenen Schlacht die wehrfaehigen Maenner vernichtend geschlagen worden. Man kann sich ja denken wie das ganze ausging, NICHT GUT.

Einen Tag nachdem Fidel Castro seinen Verzicht auf das Amt des obersten Revolutionsfuehrers von Kuba verzichtete ging fuer uns die Reise weiter nach La Paz. Diese Stadt ist wirklich beeindruckend. Man faehrt zu erst auf der Hochebene so auf ueber 4000m dahin und dann ploetzlich sieht man Lichter und faehrt in einen tiefen Kessel. Die Stadt besteht mittlerweile eigentlich aus zweien naemlcih "El Alto" also der oberen Stadt und dem eigentlichem La Paz. Waehrend sich der Stadtkern im Kessel auf 3.500m befindet befinden sich die oberen Teile gut 1.000m hoeher. Die Bewohner sind im Prinzip nach Wohlstand aufgeteilt. Unten wohnen die Reichen, und je weiter man nach oben kommt desto aermer werden auch die Menschen. Von oben hat man jedenfalls nen Hammer Ausblick, und auch von unten sieht das ganze ziemlich spektakulaer aus. Muss man gesehen haben. La Paz ist ne coole Stadt, kann man allerhand sehen und machen. Einziges Manko war das es bei uns staendig geregnet hat. Abgestiegen sind wir uebringes im Hostel Austria. Das ganze Hostel war mit Fotos von Oesterreich gepflastert.

In La Paz haben wir dann auch einen meiner absoluten Fixpunkte der Reise den "Worlds most dangerous Downhill" "Death Road" oder "Camino de la muerte" also die Todesstrasse in Angriff genommen. Diese Strasse wurde offiziel/statistisch als die gefaehrlichste Strasse der Welt eingestuft. Sie fuehrt von La Cumbre (4700m) runter in die Naehe von Coroico auf (1200m) mit einer Laenge von ca. 65km.  Der gefaehrliche Teil der Strecke ist so ne Art Geroell/Schotterpiste die ungefaehr 3m breit ist und wo es seitlich oft 600m und mehr runtergeht. Alle paar Meter kann man Kreuze sehen oder Autos die unten im Graben liegen. Bis vor einem Jahr wurde alles auf dieser Strasse transportiert, also mit LKW's und allen anderen Fortbewegungsmitteln. Bei Gegenverkehr heisst das dann also mal rueckwaertsfahren bis zur naechsten Kurve oder andere Alternativen finden. Jetzt wurde ne zweite gebaut und es ist nicht mehr ganz so gefaehrlich.

Bei der Abfahrt fahert man durch die verschiendensten Klima und Vegetationszonen und schon alleine deshalb ist es eine interessante Sache. Der Downhill selbst war wirklich cool mit grandiosen Aussichten und jeder Menge Spass. Bei der Rueckfahrt nahmen wir die Strasse nochmal mit dem Kleinbus in Angriff da die grosse Strasse aufgrund eines Murenabgangs oder so blockiert war. Die Fahrt mit dem Auto die Strasse wieder rauf war auch ziemlich genial, und man konnte sich mal wieder ueberzeugen dass die Bolivianischen Chauffeure ihr Handwerk verstehen und gleichzeitig noch jeden Menge Kokablaetter mampfen koennen.

Fotos von uns, der Strasse und unseren Trophaen (T-Shirts) gibts dann mal in der Gallerie.

Von La Paz gings dann direkt nach der Death Road und einer durchfeierten Nacht weiter zum Kulturellen Teil. Nach Tihunaku zum Zentrum der TIWANAKU Kultur. Diese Kultur wird oft als die Mutter der Suedamerikanischen Kulturen bezeichnet. Vorgeherrscht hat sie im Bereich des Titicaca Sees und Boliviens im Zeitraum von 1.500 v. Chr. bis 1200 n. Chr. (wo die Kultur dann auf geheimnisvolle Weise verschwindet). Tempelanlagen (grossteils rekonstruiert), Statuen, menschliche Ueberreste und allerlei handwerkliches Gut kann man dort begutachten. Fuer Freunde der Geschichte durchaus interessant.

Danach gings weiter nach Copacabana am Atacama See. Dort gab es wieder jede Menge Regen aber auch so manches zu sehen. Zum Beispiel die Isla del Sol in der Mythologie der Inka die Geburtsinsel der Sonne sowie die Isla del Luna (Geburt des Mondes). Wir haben nur die Isla del Sol betreten. Der Titicaca See (3.800 M. ue. d. Meer) ist der groesste See Suedamerikas (17 Mal groesser als der Bodensee) und teilt sich zwischen Bolivien und Peru auf. Der Ort ist fuer Bolvien gesehen eher teuer die Uebernachtung kostete dafuer gerade mal 15 Bolivanos, also 2 Dollar.

Gestern gings dann weiter nach Peru. Zuerst nach Puno und dann weiter nach Arequipe. Da sitz ich jetzt gerade. Der Stadtkern mit dem zentralen Platz "Plaza de la Armas" verfuegt ueber schoene/typisch koloniale Architektur. Morgen werden wir uns dann zu den ca. 100km entfernten Colca Canyon und Cotahuasi Canyon aufmachen. Die beiden zaehlen mit einer Tiefe von mehr als 3000m zu den tiefsten der Welt (vllt. sogar die tiefsten; der Grand Canyon ist jedenfalls nicht so tief).

Also genug gequatscht Freunde!

Schoene, haessliche und normale Fotos sind auch wieder online.

Liebe Gruesse an alle

Hasta pronto

 

 

Hola companeros y companeras,

 

Wie wir uns das ja ganz dolle vorgenommen hatten sind wir von Sucre nach Vallegrande weitergefahren. Die 11 Stunden Fahrt mit dem Bus nach El Materal war wie immer in Bolivien etwas besonderes. Die Busse sind immer schoen prall ueberfuellt, Klo gibt es nicht und Pisspausen mal so sporadisch nach grossem Protest. Manchmal wird eine Pinkelpause auch nur angetaeuscht und dann wenn jemand aussteigt, wird mal sportlich Vollgas weitergefahren. So erlebt bei der letzten Fahrt. Als wir in eine Kolonne aufgrund irgendeines Vorfalls kamen, blieb der Busfahrer zu erst stehen, machte dann die Tuere auf, die ersten stroemen raus und siehe da eine Luecke in der Kolonne tut sich auf. Der Fahrer wittert seine Chance, laesst den Motor zweimal aufheulen und rollt los, die Leute zwicken ab und laufen voller Panik zum bereits rollenden Bus und springen wieder rein. Nach ca. 15 Sekunden – die Tuer noch immer offen – hat der Bus seine 50 Sachen erreicht und brennt durch den Stau. Die Leute die auf der Strasse stehen springen im letzten Moment auf die Seite oder reissen ihre Kinder in Sicherheit. Von hinten rufen die Leute “un falta” – einer fehlt. Tja, Pech gehabt die Fahrt geht weiter.

 

NOTHING CAN STOP A BOLIVIAN BUSDRIVER!!!

 

Die Fahrer sind trotzdem ziemliche Meister ihres Faches wenn man bedenkt auf welchen Strassen sie unterwegs sind. Immer auf den Gelaendepisten auf irgendwelchen engen Bergpisten (in Oesterreich schon eher Forststrassen) mit Gegenverkehr und steilen Abhaengen. Verwegen.

 

Von Materal gings dann mit dem Taxi weiter ins 65 Kilometer entfernte Vallegrande. Vallegrande zaehlt bereits zum Amazonasgebiet und die Landschaft sieht sehr schnieke aus. Von dort gelangten wir gestern ins wiederum 60 Kilometer entfernte und sehr abgelegene La Higueras, dem Ort des Todes des Menschen Che Guevara und der Geburt der Legende Che Guevaras. Damals waren sie noch 24 Mann da sie von der 2. Gruppe getrennt wurden (diese wurde aber bereits vorher entdeckt und aufgerieben). Manuel ein Einheimischer erzaehlte uns dass sie kurz davor noch mit den Einheimischen feierten. Die Einheimischen waren zu erst tief erschrocken als sie die baertigen und bewaffneten Guerilleros sahen, ueber die sie nur das Schlimmste gehoert hatten, Schliesslich nach zoegerlichen Anfaengen konnten die Guerilleros jedoch das Eis brechen und so feierten die Menschen noch mal das Fest der Jungfrau, oder so.

 

Ein paar Tage danach wurden sie von einem Bauern verraten. Die Armee hatte bereits 1.400 Soldaten im kleinen Ort stationiert. Nach mehrstuendigem Gefecht schnappten sie den verletzten Che und Willy und brachten sie in die kleine Dorfschule neben ihren 2 toten Mitstreitern (diese hatten die Stellung oberhalb von Che und Willy zu der sich diese beiden durchschlagen wollten – die 2 wurden jedoch von Soldaten der Armee getoetet – und so tappten Che und Willy in den Hinterhalt).

 

Am naechsten Tag wurden sie dann von 2 betrunkenen Soldaten (der Siege ueber das Schreckgespenst “El Commandante” wurde natuerlich aussgiebigst gefeiert) erschossen.

 

So erinnert sich der damals 23 jaehrige Einwohner Manuel (heute ist er aelter) an die Ereignissse im Oktober des Jahres 1967.

 

Jetzt waren wir also dort.

 

Heute gehts wieder mal mit dem Nachtbus weiter nach Santa Cruz wo wir dann um 3.30 morgens ankommen werden. Santa Cruz ist uebrigens die 2. groesste Stadt Boliviens.

 

Fotos sind auch wieder online. Neues Feature: DIE GALERIE DES SCHRECKENS

 

also Freunde

 

Hasta la vista

 

 

 

Hola, que tal?

Es ist vollbracht! Jede Menge neuer Fotos sind online. Noch immer nicht ganz aktuell aber zumindest bis San Pedro de Atacama. Wir sind also nur noch eine Woche hinten.

Heute gehts dann weiter nach Materal und von dort dann hoffentlich nach La Higueras. Kleines Dorf wo Ernesto "Che" Guevara im Jahre 1967 umgebracht wurde.

Los vemos!

 

Hola!

Ich schreibe hier gerade aus der hoechstgelegenen Stadt der Welt, aus Potosi in Bolivien. Die Stadt hat 120.000 Einwohner und befindet sich auf einer Hoehe von 4.100m. Die Stadt ist in erster Linie wegen ihrer Silbermine bekannt. Bereits im 16. Jahrhundert begann die Ausbeutung des vorhin fuer die Inka heiligen Berges durch die Spanier. Im Laufe der Zeit kamen hier mehrere Millionen Menschen, grossteils Indios zu Tode. Fuer Touristen ist es moeglich die Mine zu besichtigen. Man kauft am Markt wenn gewollt Geschenke fuer die Mineros. Dynamit, Alkohol, Koka Blaetter usw..

Wie zu erwarten war bot sich unter Tage ein eindrucksvoll, aufruettelndes Bild. Die Stollen sind meist vielleicht mal etwas mehr als einen Meter hoch. Gestuetzt werden sie von einfachen Holzkonstruktionen. Die Arbeiter arbeiten meist mit einfachsten Mitteln, also mit Hammer und Stemmeisen. An den Gefaehrlicheren (aber ertragreicheren - fuer Bolivien) Stellen erkrankt der Arbeiter 10 Jahre nach Eintritt in die Mine toedlich oder stirbt bereits vorher. "More money - less life". Gasmasken fuer die hochgiftigen Substanzen werden durch Kokakonsum und dadurch verbundene veraenderte Atemtechnik "ersetzt". Auch waehrend unserer Tour war eine starke Erruption spuerbar, ob es sich um dabei um eine gewollte Explosion oder um einen Kollaps handelte konnte uns unsere Guidin auch nicht sagen.

Organisiert ist die Mine als eine Art Kooperative. Also ist jeder Minero im Prinzip selbsstaendig und erstens seinem Glueck, und zweitens den Marktpreisen unterworfen. Der Eintritt in die Miene ist uebrigens bereits im zarten Alter von 12 Jahren durchaus ueblich. Wir konnten auch einen 13 Jaehrigen Jungen (Foto) mit der Scheibtruhe in der Mine antreffen. Jugendarbeit hilft oder ist noetig um der Familie ihre Existenz zu erhalten und ist natuerlich keineswegs auf die Minen beschraenkt.

Wenn alles gut laeuft bekommt man dann auch vielleicht auch einen Monatsverdienst von etwas ueber 100 Dollar zusammen.

Heute ist es ja nicht mehr der spanische Konquistador der die Menschen in die Mine treibt, sondern im Prinzip der "freie" Wille seine (oder die seiner Familie) Existenz zu sichern.

Das ganze ist natuerlich ein Teufelskreis da die Kinder der Mineros bestimmt nicht diejenigen sind die in La Paz oder auch in Potosi die Universitaet besuchen, sondern eher die die dann vor der Mine Steine verkaufen muessen weil ihr Vater schon in der Mine gestorben ist.

Die Mineros jedenfalls meistern ihre Arbeit mit den bereits erwaehnten Kokablaettern und mit dem Konsum von 96% Schnaps. Ein kleiner Teil wird dabei immer "Pacha Mama" (Mutter Erde) gespendet (auf den Boden geleert). Verehrt wird dabei auch so ne Art Gott der Unterwelt (Teufel) namens Tío da von seinem Gutduenken das Leben der Arbeiter abhaengt.

Wer die Auswirkungen menschlicher Ausbeutung, auf der gnadenlosen Suche nach natuerlichen Reichtuemern sehen moechte dem sei Potosi ans Herz gelegt.

Das Thema laesst sich nicht so einfach mir nichts dir nichts erklaeren, abhandeln oder gar loesen. Fuer naehere Einblicke kann jeder den es interessiert mal etwas im Internet nachforschen und sich eigene Gedanken dazu machen.

 

Hier ein kleiner Einblick: 

 http://de.wikipedia.org/wiki/Bergarbeiter

unter Bergarbeiter in Lateinamerika!

gibt auch einen Film zum Thema: "The Devil´s Miner"

Rezension dazu:   http://www.moviemaster.de/archiv/film/film_3911.htm

 

HEUTE, sind wir uebrigens nach Sucre weitergefahren der Juristischen Hauptstadt Boliviens. Auf den erste Blick mal wieder eine ziemlich schoene Stadt in den Bergen. Auf der Fahrt war wieder mal zu bemerken wie schoen die Landschaft hier im Bolivianischen Atliplano ist. Die Busfahrten hier sind sowieso etwas besonderes, da man sich staendig auf einer Hoehe von 3500-4.500 Metern bewegt und das ganze dann auch noch auf kleinen Schotterpisten mit steilen Abhaengen.

Also Bus fahren in Oesterreich ist langweiliger, wahrscheinlich faehrt deswegen auch keiner mehr mit den Oeffis. Oder liegts doch zum Beispiel an den miserablen Verbindungen auf den unlukrativen Strecken?

Los vemos!

Und beste Gruesse an alle!

 

 

 

 

Vorneweg: El layout es mierda, pero no es me culpa!! Das Layout ist scheisse aber das liegt an technischen Problemen. Wena Wena, ich melde mich hier aus Uyuni einer Stadt im Sueden Boliviens. Draussen tobt der bolivianische Karneval der wohl heute am Dienstag seinen Hoehepunkt finden wird. Grundsaetzlich wird hier aber sowieso eine Woche durchgefeiert. Die letzten Wochen haben wir wieder einige Orte abgeklappert. Von Vina del Mar sind wir wieder nach Argentinien also Mendoza weitergefahren. Die Fahrt wahr - obwohl in der Nacht - dank des Vollmondes landschaftlich ziemlich beeindruckend da wir die Anden im Bereich ihrer hoechsten Erhebungen passierten. Der hoechste Berg der suedlichen Hemispaehre der Aconcagua (Argentinien) mit 6900m ist ja nicht weit von Mendoza entfernt. Mendoza ist ne lockere Stadt die vor allem wegen den Weinen aus der umliegenden Region bekannt ist. Daher bot es sich natuerlich an eine Weintour zu machen. Das ganze hat auch den reizenden Namen ´Bikes and Wines´. Also mit dem Rad von Weinverkostung zu Weinverkostung zu fahren hat schon was und so war es eine gelungene Tour. Auch unser Hostel war mal wieder ein Knueller mit viel Spass, netten Leuten und guten Bekanntschaften. Nach Mendoza ging es dann noch weiter in den Norden Argentiniens, und zwar nach Salta. In Salta war zur Zeit unseres Aufenthaltes jeden Tag Regen angesagt. Trotzdem ist es dort natuerlich sehr warm und die Stadt ist auch wegen ihrer Menschen sehr toll. Ueberhaupt sind die Menschen Argentiniens der absolute Hammer. Schwer vorstellbar dass es irgendwo noch kontaktfreudigere Menschen gibt. Hier vereint sich irgendwie der Spirit Spaniens, Italiens und natuerlich Suedamerikas zu einem gigantischem Cocktail. In unserem Hostel in Salta war schon am ersten Tag grosses Asado und Party angesagt (wie darauffolgend jeden Tag). Wieder super Atmospaehre (hoert sich schon fast kitschig an, aber Argentinien ist nun mal so)und neue Freunde! Ach ja mit unseren Amigos sind wir dann auch noch zum Derby von Salta gegangen. Ginnasio Salta vs. Central Norte Salta. Wohlgemerkt 4. Division Argentiniens. Trotzdem Wahnsinns Stimmung mit ca. 8.000 Zuschauern und einme verdienten Sieg fuer Central Norte (unser Sektor). Danach gings wieder ueber die Grenze nach Chile nach San Pedro de Atacama. Der Ort liegt natuerlich in der Atacama Wueste (der trockensten der Erde). Die Szenerie die sich dort bietet ist der absolute Hammer. Wirklich ein spezieller Flecken Erde. Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen, sobald die Bilder online sind sprechen diese sowieso fuer sich selbst. Leider ist der Ort zur absoluten Touristen Hochburg und Abzocke geworden. Naja, der letzte Tag von Werners Aufenthalt in Chile ist dann noch in lustigem Rahmen ausgelaufen. Dann musste Hingsn wieder nach Oesterreich (3 Tages Mega Transfer) und wir machten uns mit einer 3 Tages Tour auf nach Bolivien. Die Tour war landschaftlich ein ziemlicher Knaller. Alles spielte sich auf einer Hoehe zwischen 4800m und 3500m ab. Landschaftlich wirklich gigantisch. Der Salzsee Salar de Uruyi wo Horizont und Wasserspiegelung zu einem gigantischem Szenario verschmelzen bietet Kulisse fuer unrealistisch schoene Fotos. Am zweiten Tag dieser Reise uebernachteten wir in einem kleinen Dorf mit vielleicht 500 Einwohnern. Am Sportplatz hatte sich der Ort versammelt um den Karneval zu feiern. Das wollten wir natuerlich sehen und schauten uns das ganze an. Ziemlich krass was da abging. Die Leute tanzten, sangen und machten Laerm o. Musik und was weiss ich nicht noch alles im totalen Rausch aus Emotionen und vor allem Alkohol. Nach ner halben Stunde befindet man sich dann selbst im absoluten Flug. Also der Karneval hier ist wirklich ne krasse Sache. Heute zog die Menge schon um 9 Uhr wieder durch die Strasse und um 11 waren selbst die Leute in den Bueros schon wieder gut betrunken, geschweige denn Taxifahrer. Nach den relativ westlichen Argentinien, Uruquay und Chile sind wir nun denke ich im echten Lateinamerika angekommen mit all seinen grossen Problemen und auch Reizen. Bolivien ist jedenfalls ne andere Welt und wird noch einige Ueberraschungen fuer uns bereithalten. Landschaftlich ist Bolivien einfach gewaltig und hat beinahe alles (ausser das Meer), sozial ist Bolivien das unangefochtene Armenhaus Suedamerikas. Ich denke dieses Land wird uns mit vielen vielen Eindruecken konfrontieren. Also dann, Hasta pronto alex PS: Hat viel Spass gemacht mit dir Hingsn!!

Hola chicas y chicos,

wider Erwarten ist Werner ohne Probleme durch den Chilenischen Zoll gekommen. Vereint und motiviert haben wir uns dann gleich mal ein etwas preisguenstigeres Hostel gesucht, und sind auch fuendig geworden. Nur 2 Bloecke vom Zentrum der Stadt dem "Plaza de la Armas", wohnten wir in einer heruntergekommenen dafuer aber lockeren Absteige. Die Temperaturen knackten in Santiago nach dem eher kuehlen Wetter im Sueden nun auch mal wieder locker die 30 bis 35 Grad Grenze.

Um das ganze Ausmass von Santiago zu sehen kann man in der Mitte der Stadt auf einen Berg gehen und das haben wir natuerlich auch gemacht. Ist wirklich beeindruckend wie weit sich diese Stadt in diesem Becken umringt von hohen Bergen ausbreitet.

Santiago ist also meiner Meinung nach eine Stadt die man gesehen haben sollte, der eigentliche Knaller kam aber danach, und zwar mit Valparaiso. Nur ca. 1,5 Stunden von der Hauptstadt entfernt liegt Valparaiso direkt am Meer. Die Stadt ist vom Hafen auf die steilen Huegel raufgebaut und ergibt so ein wirklich grandioses Bild. Die Haeuser strahlen in den verschiedensten bunten Farben (urspruenglich stahlen die Hafenarbeiter die Farbe aus dem Hafen um damit ihre Haeuser zu streichen, lt. Ricardo) und nehmen scheinbar kein Ende. Valparaiso hat 300.000 Einwohner und gleich danach schliesst die naechste Stadt Vina del Mar an. Auch diese hat 200.000 Einwohner, bildet durch ihr modernes und aufgeraeumtes Erscheinungsbild aber ein krasses Gegenstueck zum rauen, chaotischen und etwas verlotterten Valparaiso.

In Valparaiso angekommen stuerzte sich gleich eine wirkliche Horde von Unterkunftsanbietern auf uns. So krass war es bis jetzt noch nirgends. Innerhalb von 1 Minute wurden wir von 15 Leuten umworben. Wir entschieden uns dann wohl fuer das Beste. Nicht weil das Haus oder der Service dort so gut gewesen waeren, sondern weil wir dort wirklich nette Leute trafen und bei einer grossen und grandiosen Familie wohnten. Jeden Abend kam dort Stimmung auf und alle von den kleinen Kindern bis zu den Erwachsenen behandelten uns als ob wir zur Familie gehoeren wuerden. An dem Wochenende wo wir dort waren kam auch die ganze Familie aus Santiago und so war das Haus durchgehend mit Leben gefuellt. Bis jetzt also wahrscheinlich wirklich unsere witzigste und sympathischste Unterkunft, noch besser als unser Hostel in Buenos Aires. Ricardo - der Vater von mindestens 2 Kindern - gab auch mal einen Wein aus und fuhr uns mit dem Auto im naechtlichen Valparaiso herum. Und in der Nacht ist Valparaiso noch mal schoener als am Tag. Jeder der den Charme einer rauhen, unaufgeraeumten, chaotischen, bunten und schoenen Stadt zu schaetzen weiss, MUSS meiner Meinung nach Valparaiso gesehen haben.

HIGHLIGHT!!!

Fotos haben wir gemacht, und diese werden dann auch bald online gestellt.

Gestern sind wir dann weiter gefahren (sind ja nur 10 Minuten) nach Vina del Mar. Vina del Mar ist auch schoen aber eben das totale Gegenteil von Valparaiso. Vina ist halt die teurere Touristenstadt, mit schoenen Straenden, breiten und Palmengesaeumten Strassen und dem modernen Erscheinungsbild. Erinnert irgendwie an Miami und aehnliche. Was hier wiederum gewaltig beeindruckt sind die Wellen. Und hier meine ich mal richtige WELLEN. Die Wellen bauen sich kurz vor dem Strand auf und brechen dann ca. 10Meter vor dem Strand. Man schmeisst sich in die grossen Wellen rein und dann uebernimmt die Welle mal fuer die naechsten 20 m das alleinige Kommando. Man ueberschlaegt sich da bei voller Koerpergroesse. Also echt geil und wild.

Heute am Abend geht es dann weiter nach Mendoza, also wieder Argentinien. Mendoza ist die Weinhochburg Argentiniens und auch so ein ganz schoener Flecken Erde denke ich.

Also dann Leute

Suerte alex

 

 

 

Hola weon,

nach dem wir die letzten 5 Tage in El Pucon verbracht haben sind wir heute morgen in Santiago angekommen.

Pucon war ein schoener Ort direkt am See und umringt von Bergen und Vulkanen. Und inmitten des Mapuche Gebietes. Die Mapuche sind die Indianer die den Europaeern lange und auch ziemlich erfolgreich die Stirn boten. Heute sind sie jedoch auch hier an den Rand der Gesellschaft gedraengt worden. Trotzdem ist das Thema hier noch ziemlich brisant, und ich denke auch das viele Menschen hier mit den Mapuche sympathisieren. Gerade in den letzten Wochen wurde ein junger Mapuche von der Polizei ermordet. War hier und auch zb. in Argentinien relativ gross in den Medien.

Am Freitag, dem einzigem Tag ohne Regen, haben wir dann den 2.800m hohen Vulkan Villarrica bestiegen. Wahre Menschenmassen schlaengelten sich an diesem Tag auf den Berg, und man konnte so einige konditionelle Dramen sehen. Wir haben es jedoch geschafft und auch einige gelungene Fotos vom Gipfel und vom Aufstieg geschossen (werden noch Online gestellt). Vom Gipfel konnten wir auch den erst letzte Woche ausgebrochenen Vulkan xx sehen. Hing noch immer einiges an Rauch ueber dem Gipfel.

Die restlichen Tage in Pucon waren auch relativ laessig, da wir am Campingplatz wieder coole amigos aus Chile, Argentinien und Frankreich kennenlernten, mit denen wir das eine oder andere Bier tranken und unsere Spanisch Kenntnisse verfeinerten.

Morgen kommt dann unser Freund Hingsn und wir werden sehen was uns Santiago bringt.

Das Wetter ist hier auch wieder besser und so hat es jetzt um halb 8 noch um die 30 Grad.

Also

Hasta pronto

 

Hola amigos, sitze gerade im Cybercafe in El Pucon und schaue dem Regen zu. Wie angekuendigt sind wir nach unserem Zwischenstopp in Comodorio nach Bariloche weitergefahren und auch tatsaechlich dort angekommen. Puenktlich einen Tag vor Silvester. Bariloche ist ja normalerweise schon eine ziemliche Partymetropole in Argentinien. Zur Zeit unseres Aufenthaltes war dann aber noch mal mehr los da viele, viele Argentinier dort ihre Maturafeieren verbrachten. Silvester selbst haben wir gar nicht bewusst wahrgenommen, da wir nicht wussten dass gerade an diesem Tag die Uhrzeit um eine Stunde nach vorne gestellt wurde. Also sind wir puenktlich um 00.55 auf die Strasse gerockt und haben unser vermeintliches Silvester gefeiert. Naja die Leute waren sowieso mehr mit Feiern beschaeftigt als sich um ein doofes Feuerwerk zu kuemmern. Da kann man Silvester schon mal verpassen. Natuerlich war unsere erste Jahreswende auf der suedlichen Halbkugel eine ziemlich witzige Sache. Erinnern kann man sich zwar an nicht mehr so viel aber das war Silvester ja auch noch nie wichtig. Auch die restlichen Tage (sieben an der Zahl) standen im Zeichen langer Naechte, aber auch grosser landschaftlicher Eindruecke. Bariloche ist direkt am wunderschoenen Lago Nahuel Huapi gelegen und auch die Gegend um Bariloche spart nicht gerade mit seinen Reizen. Zahlreiche azurblaue Seen und hohe Berge - die wiederum direkt in den Seen enden - ergeben eine ziemlich beeindruckende Kulisse. Auf den Fotos wird das dann auch zu sehen sein. Ich habe mir ein Rad ausgeliehen und wollte die Gegend erkunden. Schlussendlich habe ich dann den 2450 m hohen Cerro Catedrale erklommen. Das ist so hoch wie das Fuschertoerl am Grossglockner, hehe. Das der Anstieg zum Fuschertoerl haerter ist muss ja keiner wissen. Jedenfalls hatte man von da oben eine grandiose Aussicht. Berni und Manuel sind auf den Mirador gewandert und hatten dort eine mindestens ebenso gute, wenn nicht sogar bessere, Aussicht. Auch Rafting haben wir uns gegoennt. Highlights der Fahrt waren natuerlich die ziemlich heftigen Stromschnellen der Stufe 4. Auch das Treiben lassen im 10 Grad kalten Wasser war dank der Ausruestung eine ziemlich wuerdige Sache. Der Schwimmstil "Wasserleiche" auf dem Bauch liegend mit dem Kopf im Wasser eignete sich hervorragend um die Guides im Boot zu beunruhien. Das Asado danach war auch spitze. Vllt. kehren wir mal wieder nach Bariloche zurueck um hier eine Oesterr. Wuerstelbude oder ein Kebabhaus zu eroeffnen, hehe. Besonders Berni hat es in Bariloche extrem genossen und so fiel der Abschied von dieser pulsierenden Stadt nicht gerade leicht. Da wir aber auch noch El Pucon sehen wollten, mussten wir weiterziehen. Da wir in San Martin keinen direkten Anschluss nach El Pucon hatten, verbrachten wir auch noch 2 Tage dort. Die Fahrt dorthin mit dem Autobus fuehrte uns wieder durch ziemlich schoene Landschaften. San Martin ist auch ein ruhiger und schoener Ort und so war es kein Problem dort 2 Tage zu verbringen. In unserem Hostel wurde als wir kamen sogar extra ein Bett fuer uns zusammengenagelt. Beim 2. und 3. hat er dann aufgegeben und auf die Matratzen zurueckgegriffen. Nun sind wir in El Pucon und werden hier sobald das Wetter schoen wird - also wahrscheinlich am Freitag - eine Tour auf den Vulkan machen. Am Samstag in der Nacht geht es dann weiter nach Santiago wo wir auf unseren Freund Werner "lucha libre" Hingsamer treffen werden. "Ride the snake" Hasta Pronto.

Sternzeit: 29. Dezember des Erdenjahres Zweitausendundsieben

Wir befinden uns in einer unerforschten Galaxis des suedlichen Argentiniens, Provinz Chubut, Comodorio Rivadavia.

Hola amigos,

sind jetzt gerade in Comodoro Rivadavia und warten hier auf unseren Bus. Ist bereits der 3. Tag den wir damit verbringen nach Bariloche zu kommen. Wie zu erwarten war, braucht man schon einige Kombinationen von verschiedenen Bussen und Anbietern um vom Sueden wieder etwas in den Norden zu kommen. Zuerst haben wir uns von Puerto Natales mal wieder auf die Argentinische Seite nach Rio Turbio durchgekaempft. Rio Turbio ist eine typische Stadt fuer den Sueden. Nicht sehr reizvoll aber mit grossem Kohlebergwerk. Die Menschen leben dort also vor allem um zu arbeiten und besseres Geld als im Norden zu verdienen. Nachdem wir dort relativ sinnlos unsere Zeit, bis zu unserem Anschlussbus um 3 Uhr in der Frueh totgeschlagen hatten, ging es munter weiter in unsere mittlerweile liebgewonnene Stadt Rio Gallegos. Sind dort bereits zum dritten Mal gewesen. Im Sueden fuehren einfach alle Wege nach Rio Gallegos. Berni und Moni haben dort ja auch schon mal eine Nacht verbracht und kommen immer wieder ins Schwaermen wenn sie von dieser pulsierenden und einladenden Stadt erzaehlen, hehe. Danach sind wir weitergefahren an unseren derzeitigen Standort Comodorio Rivadavia. Und ich muss sagen diese Stadt ist wirklich ziemlich cool. Keine Touristenstadt aber auch deswegen interressant.

Comodoro ist direkt am Meer gelegen und mit den Sandhuegeln die sich aus der Pampa erheben ergibt das ganze eine ziemlich schoene Komposition. Die Landschaft hier erinnert auch sehr stark an die typischen Westernlandschaften. Leider habe ich Clint Eastwood und Charles Bronson hier noch nicht gesehen.

Auch das Wetter hier ist natuerlich schon wieder um einiges schoener als die letzten beiden Wochen am Zipfel von Argentinien und Chile. Endlich ist mal wieder schwitzen und fortgehen ohne fetten Poncho angesagt.

Wir sind jetzt schon mal gespannt auf Bariloche. Gehoert haben wir ja praktisch immer nur das Beste ueber diese Stadt im Seengebiet von Argentinien. Wenn unsere Weiterfahrt heute nach Plan verlaeuft dann kommen wir morgen, also einen Tag vor Silvester an.

Ok, das wars dann vorerst mal fuer heute.

ciao ciao

 

Hi Leute,

hab einen unheimlich ausfuehrlichen Text geschrieben, leider ist dann der Computer abgestuerzt und alles war verloren. Nun also die kompakte Version, sorry!

Also nach Calafate sind wir wie angekuendigt nach Ushuaia weitergefahren. Moni und Berni durften dank Fehlinformation eine Nacht in der unheimlich beeindruckenden Knotenstadt Rio Gallegos verbringen. Also haben wir uns dort schon wieder getroffen. Nach 4 Grenzpassagen sind wir in Ushuaia angekommen. Ushuaia ist eine Stadt deren Flair sich in erster Linie aus ihrer Lage als suedlichste Stadt der Welt ergibt. Die Stadt ist jedoch am Huegel gebaut und so kommt es dass wir aus unseren Betten im Hostel eine ziemlich beeindruckende Aussicht auf den Beagle Kanal, Ushuaia und den Hafen hatten. Das Hostel hatte unheimlich viele Regeln, trotzdem hatten wir dort eine Menge Spass da wir witzige Leute trafen. Nightlife in Ushuaia wurde zweimal in unserer Lieblingsbar genossen.

Jeden Tag haben wir gross mit Steaks und Beilagen aufgekocht und das Ganze dann mit Bier und Wein genossen. Auch der sportliche Aspekt kam dank einer Rad- und Wandertour auf den Gletscher nicht zu kurz. Aussicht top und absolut empfehlenswert, (Fotos werden hochgeladen) Raeder absolut scheisse.

Danach gings weiter nach Puerto Natales. Natales ist der Ausgangspunkt fuer den Torres del Paine Nationalpark. Wir absolvierten die W-Tour in 4.5 Tagen. Ca. 100km. Ziemlich geile Landschaft. Grosse, beeindruckende Berge, himmelblaue Seen, Steppen, Huegel, Camping, GLETSCHER. Den 24. Dezember haben wir oberhalb des riesigen Grey-Gletschers verbracht. Nun nach 5 Tagen sind wir um einige grosse Impressionen und Blasen (fuer mich gesprochen) reicher. Die Fotos werden hochgeladen, damit ihr einen Eindruck davon habt.

Der Park ist wirklich ganz grosses Kino. Nun sind wir wieder zurueck in Puerto Natales und freuen uns auf ein Milanesa con Papas fritas (wie Schnitzel). Das haben wir uns nach unserer strengen Diaet im Park definitv verdient.

Moren gehts weiter nach Bariloche wo wir dann Silvester verbringen wollen. Die naechsten 2 Wochen werden wir unser Tempo etwas erhoehen, um unseren Amigo Hingsn in Santiago abzuholen. Hingsn liegt vor lauter Vorfreude schon jeden Tag schlaflos im Bett und freut sich auf uns. Wir auch.

Hingsn wir KOMMEN!!

Wir wuenschen euch allen schoene Weihnachtsfeiertage und ein cooles Silvester mit vielen Vorsaetzen die es wert sind gebrochen zu werden!!

Geniesst die Zeit!

Checkt die Fotos!

Hasta luego amigos!

 

 

 

Buenas noches boludos,

also nach laengerer Absenz wird es jetzt mal wieder Zeit ein Update zu machen. Puerto Mardyn war nicht so der grosse Knaller. Wie im vorigen Bericht bereits angekuendigt haben wir denn vollkommen ueberteuerten Trip auf die Halbinsel Valdez gemacht. Frisch vom Fortgehen und auch noch mit den daraus resultierenden Nachwehen starteten wir zeitig (fuer unsere jetzigen Verhaeltnisse) los. Positiv erwaehnt sei hier die Sinora von der Rezeption die eine Viertelstunde panisch versuchte uns wach- und aus dem Bett zu kriegen. Manuel wurde sogar in der Nacht zweimal von ihr wachgeruettelt (Sorry, war wohl ne Verwechslung, hehe).

Erster Zwischenstopp war bei den Seeloewen. An und fuer sich war das ganze ja schoen aber 2 Stunden haetten nicht sein muessen, wenn nach 30 min alles gesehen ist. Gehen darf man nur auf den ausgeschilderten Wegen, Picknick darf man keines machen (dafuer bekommt man ein Mineralwasser auch fuer guenstige 2 Euro). Das mit den beschilderten Wegen und so kann ich absolut nachvollziehen da es eben ein Naturschutzgebiet ist. Nach unserer Erfahrung in Cabo Polonia wo wir hunderte Seeloewen sahen und da auch noch hingehen konnten, war das ganze aber nicht sonderlich berauschend.

Danach gings weiter zu den Pinguinen. Genauer gesagt zu den Magellan-Pinguinen. Diese konnte man von der Naehe betrachten. Sahen witzig und suess aus.

Hoehepunkt der Reise war die Bootsfahrt zu den Walen. Die Bootsfahrt war cool da ich und Berni den Platz auf dem Mast ergattern konnten und dass bei dem Wellengang unterhaltsam war. Die Wale haben wir auch von ca. 10 Metern Distanz gesehen. Wenn man fasziniert von Tieren ist, ist das sicher eine schoene Sache, mich persoenlich haben die Ruecken der Wale nicht so begeistert.

Trotzdem hatten wir unseren Spass in Puerto Madryn da das Hostel wieder ein ziemlich laessiger Laden war und wir viele Leute kennenlernten und mit ihnen Spass hatten.

Danach wollten wir eigentlich nach Ushuaia. Da wir sowieso nach Rio Gallegos mussten, hatten wir aber noch Zeit uns dort endgueltig zu entscheiden. Und wir entschieden uns fuer El Calafate.

El Calafate ist eine Stadt am Lago Argentino (der drittgroesste See Suedamerikas) und ca. 80km vom Gletscher Porito Moreno entfernt. Den Gletscher denke ich haben die meisten schon einmal auf einem Foto gesehen (wenn nicht, haben wir ja auch welche gemacht!). Das ganze ist wirklich ziemlich imposant. Der Gletscher erhebt sich ploetzlich und mit ca. 80 m aus dem See. Wenn man Glueck hat sieht man teils riesige Eisberge abbrechen. Des weiteren gehoert er zu den ganz wenigen Gletschern die Jahr fuer Jahr noch wachsen und nicht schrumpfen.

Auch ein Rad haben wir uns ausgeliehen und konnten so die Gegend kennenlernen. Wir sind zum Punto Walichu gebiked und hatten da einen ziemlich geilen Ausblick auf den See, die Berge die Praerie und auch auf majestetische Kondore. Cooles Gefuehl dort oben auf den hohen Klippen zu stehen und das ganze mal zu geniessen.

Weiters ist zu sagen dass wir 6 Tage in Calafate waren, und ich dabei 3 Punkkonzerte (zumindest im weiteren Sinne) gesehen habe. Das ist mal eine Ausbeute. Vor allem weil die Stadt nicht gerade gross ist. Jedem der hier mal vorbeikommt sei der Club KAOS empfohlen.

Vorgestern bin ich mit dem Zelt bewaffnet in die Berge gegangen, und habe dort gezeltet. Ca. 1,5 Stunden Fussmarsch und trotzdem sehr abseits und ruhig. Das Zelt mitten in der Schlucht aufgebaut, direkt neben dem Fluss. Wirklich beeindruckende Kulisse, und auch die Heimat vieler Pumas (gesehen habe ich keinen, lediglich die Kacke und die Fussspuren).

Calafate war also auf alle Faelle einen Abstecher wert.

Jetzt geht es weiter nach Ushuaia (der suedlichsten Stadt der Welt huhu). Berni und Manuel sind bereits gestern gefahren, waehrend ich um 3 Uhr AM also in 2 Stunden fahre. Allerdings mussten Berni und Manuel einen Tag in Rio Gallegos verbringen, da ihnen die Ticketverkaeuferin die falsche Zeit fuer die Weiterfahrt von Rio Gallegos nach Ushuaia gegeben hat.

Also Leute, so weit so gut.

PS: Habe versprochen dass ich Werbung fuer eine Band mache. Die Band heisst "A novel fate" und gehen in die Richtung Screamo (bin ich nicht so der grosse Fan von, aber sie haben ihre Sache auf alle Faelle gut gemacht; sehr druckvoll). Sie wollen auch mal nach Europa. Da sich unter den Lesern dieses Blogs sicherlich "tonnenweise" Konzerveranstalter mit super Beziehungen befinden, wird sich da bestimmt was machen lassen. Bei Interesse mich kontaktieren, hehe.

Suerte Alex

 

Hola amigos,

also zu Mar del Plata ist noch zu sagen dass es mit der huegeligen Strandpromenade, dem ausgepraegten Nachtleben und dem super Tangosaenger (siehe Fotos) eine wirklich interessante Stadt ist. Nichtsdestotrotz und gegen den Ratschlag unser Gastwirtin ("You will think of me in Tres Arroyos!") entschieden wir uns nach Claromeco weiterzureisen. Claromeco wurde mir von Rupert Probst empfohlen und somit war es klar dass wir das sehen mussten. Nun, wir haben es nicht bereut. Claromeco ist ein kleines Doerfchen mit ca. 2000 Einwohnern und einem endlosem Strand. Sehr ruhig und beschaulich das ganze. Die Strassen sind fast ausschliesslich aus Sand (bis auf die Main Avenue) und werden fast ausschliesslich von Strandbuggys mit gemaessigtem Tempo befahren.

Auffallend ist auch dass die Polizei hier den ganzen Abend mit ca. 15km/h und Blaulicht durch die Stadt gondelt. Eigentlich wollten wir beide Tage einfach in der Natur campen. Am ersten Tag gab es auch gar kein Problem. Am zweiten jedoch als wir unser Zelt am gegenueberliegenden Stadtteil platzierten (in der Naehe der Avenida Austria!?) kam dann die Polizei vorbei. Entgegen den Erwartungen boten Sie uns an uns quer durch die Stadt zum Campingplatz zu fahren. Mit dem aufgebautem Zelt auf der Ladeflaeche ergab das ein witziges Bild. Auch zu einem Abschlussbild (como mucachos) stimmten Sie noch zu. Nach Claromeco brachen wir dann wieder in Richtung Tres Arroyos und von dort nach Puerto Mardyn auf.

Auffallend ist hier ueberall der Ausdruck der Dankbarkeit gegenueber den Einwanderern die im 19. bis zum 20. Jahrhundert in das Land stroemten und dort halfen das Land zu erschliessen und zu bewirtschaften. In jeder Stadt findet man Statuen von heroisch dargestellten Arbeitern (meist der Mann mit hochgekrempelten Aermeln daneben die Frau mit Kind).

Von der Pampa also nach Patagonien. Bei diesen Fahrten wird dann immer bewusst wie gross dieses Land eigentlich ist. 11 Stunden Fahrt und es geht praktisch immer gerade aus. Die Landschaft wechselt allerdings in Richtung Puerto Mardyn dann schon eher in reizvolle karge Wuestenlandschaft. Puerto Mardyn ist ein Ort mit Industrie und Tourismus. Beguenstigt durch die Lage an der Halbinsel Valdez. Auf dieser Halbinsel kann man alle moeglichen Meeressaeuger beobachten (wenn man Glueck hat). Von Orcas ueber Elefantes del Mar bis zu Delphinen.

Wir werden uns das morgen dann mal zu Gemuete fuehren.

Also in den Worten eines Argentiniers

Hasta la Victoria Siempre!!

 

 

 

 

Hola chicos y chicas,

Nach genuesslichen 18 Stunden Busfahrt haben wir unser Ziel "Mar del Plata" oder die Perle am Atlantik erreicht. Im Sommer zieht es Massen von Argentiniern raus aus den Staedten rein in diese Stadt. Entgegen den Erwartungen an einen typischen Badeort handelt es sich bei Mardel eigentlich durchaus um eine Stadt mit Flair. Unsere Herbergssuche war gleich beim ersten Hostel erfolgreich abgeschlossen. Das billigste Zimmer hatte sogar ein eigenes Bad inkludiert und somit war es preislich auf alle Faelle ein Schnaeppchen. Die Empfangsdame wollte uns mit dem Hinweis auf die "Wartungsarbeiten" im Gang ein Zimmer im oberen Stockwerk empfehlen. Jedoch nicht mit uns, die 2 Pesos investieren wir doch mal lieber in einen Superpancho. Gleich am naehsten Tag die freudige Ueberraschung als die Arbeiter voellig ungewoehnlich fuer die hiesigen Arbeitszeiten gleich mal um halb 8 den Vorschlaghammer und die Flex auspackten. Und das ganze ca. 1m vor unserm Fenster. Geschlafen haben wir trotzdem gut. Bis auf Manuel, der durfte sich ueber das liebliche Zusammenspiel von Flex, Vorschlaghammer, Arbeiterstimmen und schlussendlich 2 um Luft ringenden Dueragern freuen.

Mardel Plata ist natuerlich auch eine gute Stadt um auszugehen. Am ersten Tag waren wir in einem eher gemuetlicherem kubanischem Lokal, und danach bei der Suche nach weiteren Lokalen erfoglos. Gestern jedoch starteten wir gemeinsam mit unserem neuem Mitbewohner aus Texas, in die Lokalmeile. Beim erstem Lokal durften wir aufgrund unserer fehlenden Reisepaesse nicht rein. Trotzdem sehenswert der in die Jahre gekommene Patrick Swayze Verschnitt als Tuersteher. Beim naechsten Lokal dann das krasse Gegenteil. Ein Lilliputaner als Tuersteher. Das hat doch mal was. Das Lokal wurde voller und die Menschen gingen ab, und so konnten wir die Nacht durchshaken.

Heute war am Nachmittag Strand angesagt. Dieser ist vom Sand und vom Wasser her mit den Straenden in der noerdlichen Adria zu vergleichen. Nur das Wasser ist kaelter und die Wellen sind besser.

Unsere naechsten Ziele werden dann wahrscheinlich zuerst Claromeco und dann Bariloche sein, ueber die wir nur das beste gehoert haben. Eigentlich wollten wir ja eher der Kueste entlang in den Sueden reisen, jetzt werden wir aber vorerst mal den Bergen entlang reisen. Die hilfreiche Hoteldame behauptet dass die Kueste bis auf wenige Ausnahmen SCHEISSE ist "g". Weil es einfach immer nur Graslandschaft zu bewundern gibt. Den Busfahrten nach zu urteilen koennte das auch durchaus moeglich sein. Es ist erstaunlich wie lange man hier herumkurven kann ohne auch nur eine Veraenderung zu sehen. Endlose Weiten sozusagen.

Suerte

El Chorizzo

 

Hola amigos!

Sind gerade in La Cumbre wo wir die letzten 3 Tage oder so verbrachten. Ist ca. 1,5 h von Cordoba entfernt. Der Ort ist wohl vor allem wegen seiner landschaftlichen Reize bekannt, und natuerlich wegen der Christus Statue auf dem Berg. Ich denke die Christus Statue in Rio ist dann eher eine Kopie von der in La Cumbre "g". Entschieden uns gestern finanziell mal richtig auf den Putz zu hauen und ins Paragleiten zu investieren. Leider waren uns die Winde nicht wohlgesonnen und somit mussten wir 2 mal unverrichteter Dinge wieder nach La Cumbre zurueckkehren. Tja dann beim naechsten Mal.

Dafuer wurden wir gestern von Ermilio der 3 Jahre in Berlin studierte zum Asado eingeladen. Asado bedeutet Biertrinken, Reden und auf das Fleisch am Grill warten. War ziemlich gelungen und ein witziger Abend. Das Fleisch sage ich euch war vorzueglich. Ermilio wusste wohl was er da machte.

Gestern sind wir mal Offroad in den Huegeln herummarschiert und sind einer Herde Lamas in ihrem Gehege begegnet. Heimspiel und numerische Ueberzahl fuer die Lamas also Rueckzug nach vorne fuer uns. Angespuckt hat uns leider keines, haben uns wohl sofort als Artgenossen respektiert.

Heute werden wir unsere Tour dann voraussichtlich mal auf die Route bringen und in Richtung Sueden und Ozean weiterreisen.

Suerte

el bombero

 

Hola chicos y chicas!

Wie bereits angekuendigt haben wir in den letzten Tagen den Trip nach Cabo Polonio unternommen. Von Montevideo gings erstmal nach Rocha, der Provinzhauptstadt von - Achtung Ohren gespitzt - Rocha. Von dort faehrt man dann mit einem Bus weiter zur Busendstation Cabo Polonia. Dort geht man dann zu Fuss oder benuetzt einen Wuestentruck. In unserem Fall benuetzten wir den Buffalo Soldier. Gemaechliche aber coole Fahrt ueber die Sandduenen. Dann angekommen in Polonia machten wir uns auf Herbergssuche. Die erste Herberge war das Einzige und auch teuerste Hotel von Polonia. Also nichts fuer uns. Dann empfahl uns ein Kanadier die Huette seines Freundes Alfredo. Alfredo baute noch schnell die Betten auf und besorgte fuer Manuels Stockbett eine fette Luftmatratze und schon gings los im Cabo Polonio Hostel.

Cabo Polonio ist kein gewoehnliches Doerfchen. Nein, frueher lebten die Menschen hier vom Fischfang und vor allem von der Jagd auf Seeloewen. War laut Alfredo ein ziemlich hartes und blutiges Geschaeft. Heute leben ziemlich viele Aussteiger hier, und die meisten bezeichnen sich als Anarchisten und wollen hier ihr eigenes Leben fuehren, ohne staatliche Kontrolle. Der Staat will natuerlich die Kontrolle ueber dieses Fleckchen Erde gewinnen und droht mit Raeumung. Haengt also am seidenen Faden. Die Einwohner werden jedenfalls fuer ihr Paradies kaempfen. Die Leute waren ziemlich relaxed und das erste was man in der Frueh hoert, ist das Singen von Alfredo zu lauter Rock- oder Raggaemusik. Danach wird der Tag meistens mit kleinen Handwerksuebungen, Fischen und vor allem Weintrinken und Aloe Vera Rauchen "g" verbracht. Der Ort ist also auch hier eine gute Adresse. Auch Hunde- und Seeloewenfreunde (von toten oder lebendigen) kommen hier auf ihre Kosten. Beides kann man hier in einer "grossartigen" Menge bewundern.

Auch die oertliche "BAR" wurde von uns besucht. Bei ca. 100 Einwohnern derzeit (zur Weihnachtszeit halten sich dann bis zu 1200 Menschen dort auf) geht es dort nicht wirklich rund. Ist aber ziemlich relaxed.

Wieder in Montevideo angekommen sahen wir die erste Halbzeit von Uruquay gegen Brasilien. Am Ende hat zwar Brasilien gewonnen, aber als Uruquay 1:0 in Fuehrung ging tobte ganz Montevideo.

Also nach diesen eher ruhigen Tagen geht es nun weiter nach Cordoba. Heute nacht wird der Bus in die Stadt des groessten Oesterreichischen Fussball-Triumphes bestiegen.

Fotos sind online.

Adios muchachos

bronco

 

 

 

 

 

Hola muchachos,

 

 

Montevideo ist bis jetzt echt der Bringer auf unserer Reise. Haben am Donnerstag beim Fortgehen eine Gruppe kennengelernt. Also sind wir gestern ins 45 km entfernte Conelone gefahren, mit dem Bus. Den ersen Bus haben wir selbstverstaendlich wie sich das fuer uns gehoert verpasst. Also gings dann um 23 Uhr nach Canelone.
 
Dort angekommen hat dann gleich die Mutter des Geburtstagskindes auf uns gewartet. Dann waren wir in einer Feier mit Familie und so. Maximal 15 Leute inkl. uns. Es hat sich dabei um eine Saengergruppe gehandelt, und bei jeder Gelegenheit wurde gleich mal aufgesungen. Dort wurde dann aufgegrillt. Hamburgesas mit allen Zutaten so lange man konnte. Hinten nach noch 'ne feine Torte. Auch der Wein den uns der Vater stolz als den Seinen praesentierte war wirklich gut. Die waren voll bemueht und es war ziemlich witzig. Wir verstaendigten uns immer mit diesem Spanisch-Englischem Sprachgewirr. Letztendlich versteht man sich doch immer. Wirklich sehr gute Erfahrungen. Man hat hier wirklich den Eindruck dass man aufgenommen wird und ein wirkliches Interesse besteht. Ohne Hintergedanken. Dann um halb 4 mal fortgegangen und bis zum Lokalschluss getanzt. Ziemlich Cool. Wurden in der Disko auch gleich noch als die Freunde de Austria gewuerdigt. Also echt gute Tage hier in Montevideo. UND die Eltern lobten unser Spanisch. Eher ungerechtfertigt und mit dem Zusatz sie koennten gar kein Deutsch "g".
 
Wahnsinn, nach ein paar Minuten Bekanntschaft einfach mal auf ein privates Fest mit Familie eingeladen zu werden. Ich glaube es besteht noch Hoffnung auf diesem Planeten. "g".
 
Die Eltern des Geburtstagskindes haben mir gleich unbedingt empfohlen in ein Doerfchen im Osten des Landes namens Capo Polonia zu fahren. Dort sei es richtig schoen, so ne Art Hippie und Fischerdoerfchen ohne Strom. Jetzt ueberlegen wir vllt. doch noch dort hinzufahren und nicht gleich nach Cordoba. Ist halt die falsche Richtung aber wir sind uns sicher es wuerde sich lohnen. Mal die Verbindungen dort hin anschauen.
 
Hier ein kleiner Bericht mit Fotos zu diesem Doerfchen:
 
Also dann chicos y chicas
 
Das Unglaubliche wird moeglich, 2 Wochen sind geschafft und wir sind noch nicht im Knast.
 
Auf euch, auf Uruquay und seine Menschen und ueberhaupt auf alle
 
Salud
 
Bronco
 
 

 

Hola,

hier noch der Band Nachtrag zu Buenos Aires:

E.D.O. ; Existenca de Odio ; Mal de Parkinson ; Flema ; Flemita ; Ratos de Poraos ; Massacre und fuer Montevideo natuerlich La Vela Puerca

Wir verbringen diesen Abend jetzt noch in Montevideo und werden dann morgen nach Cordoba weiterchecken. Montevideo ist jedenfalls 'ne coole Stadt. Hier laueft alles etwas gemaechlicher als noch in Buenos Aires. Dafuer ist der Mate-Konsum hier noch um ein Vielfaches hoeher als in Buenos Aires. Bei Mate handelt es sich um ein Getraenk das so aehnlich wie Teepulver aussieht. Das gibt man in einen kleinen Pott, dazu heisses Wasser und dann wird das ganze gesaugt. Ziemlich witzig hier sieht man jeden 2. auf der Strasse mit dem Pott und der Thermoskanne unter dem Arm herumlaufen. Eine andere Auffaelligkeit hier in Suedamerika ist auch die Vorliebe fuer Menschenschlangen. Ueberall wo es nur geht stellt man sich an. Sei es nun wenn man auf den Bus wartet oder einfach mal herumsteht. Vor dem Mc'donalds staute es sich zum Beispiel noch 20 m auf den Gehsteig raus. Und das obwohl der náechste Mc nur 200 m weiter ist. Wer denkt wenn er an Suedamerika denkt schon an geordnete Schlangen. So viel zu diesem Thema.

hasta manana

bronco de Montevideo

 

 

 

 

Hola chicos y chicas,

Sind gestern in der Frueh in Montevideo angekommen. Sind dazu um Mitternacht mit der Fahre nach Colonia gefahren und dann mit dem Bus weiter nach Montevideo. Also die Faehre war echt der Hammer, hatte vom Style her ein bisschen das Flair vom Traumschiff.

In Montevideo rannten wir dann nach den ueblichen Geldbesorgungsproblemchen, zum billigsten Hostel. Sah gleich wieder wie ein ziemlich cooler Schuppen aus. Da war dann jedoch alles ausgebucht. Also weiter zum naechsten Laden. Dort wollte uns die alte Lady dann ein Zimmer fuer 2 Personen inkl. Bad fuer 50 Dollar (einer kann dafuer auf dem Boden schlafen) andrehen. War zu teuer. Also haben wir dann ein Zimmer auf dem Dach bekommen. Das ganze kostet fuer 3 Personen jetzt mal gerade 18 Dollar oder so.

Die Bude ist ziemlich ulkig und sieht aus als ob dort schon der eine oder die andere verendet waeren.

Montevideo hat ist eine Grossstadt hat aber irgendwie das Flair einer italienischen oder spanischen Kleinstadt. Mit den kleinen Strassen die links und rechts von Baeumen gesaeumt sind.

Nach dem gestrigen Abend ist zu sagen dass auch das Nachtleben hier ansprechender ist. Gleich der erste Laden war so 'ne Art Mark. Dort spielen beinahe jeden Tag Live-Bands. So auch gestern. Coole Sache. Dann sind wir mal weiter gezogen und haben auch gleich mal Einheimische gefunden die uns dann noch ein paar Lokale praesentiert haben. War also ein guter Abend.

Werden heute dann mal in die Oper schauen da wird naemlich heute wie wir erfahren haben Aida aufgefuehrt. Nee, wohl eher nicht hehe.

Jetzt werden wir uns mal ein Bild von der Stadt machen und auch den angeblich coolen Strand anschauen.

Also Gruesse an euch alle da draussen,

Bronco de Uruquay

reach for the rainbow

 

 

 

 

Hey Leute, wir haben jetzt gerade unsere Faehre nach Montevideo gebucht. Fahren jetzt also mit der Faehre nach Colonia. Ab da geht es dann nach Montevideo mit dem Bus weiter. Bin schon gespannt was Montevideo so zu bieten hat. Gestern haben wir unseren Spanisch Kurs abgeschlossen. Wie zu erwarten war haben wir als kleine Anerkenneung fuer unsere ausserordentlichen Leistungen natuerlich auch noch ein Diplom bekommen. Das ist doch mal 'ne Sache. Zu Buenos Aires ist zu sagen, dass es eine coole Stadt ist. Die Leute sind entgegen ihrem Ruf sehr freundlich und wir konnten viele interessante Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt treffen. Komischerweise konnte uns das Nachtleben in BA nicht wirklich ueberzeugen. Wenn man die Leute befragte verweisen Sie einen immer auf den Stadtteil Palermo, wenn man dann dort ist hat man zwar ein paar Bars und Diskos aber nichts was einer grossen Stadt wie Buenos Aires gebuehren wuerde. Dagegen ist unser Hostel "Downtown Mate Hostel" waermstens zu empfehlen. Hier kann man immer bei Cerveza und ziemlich guter Musik einen guten Abend verbringen. Auch unsere Spanisch-Kenntnisse haben sich bei diesen Einheiten immer sprungartig verbessert. Unser Vulgaer-Vokabolur steht nicht weit hinter unseren normalen Kenntnissen der Spanischen Sprache nach. Bis jetzt haben wir dafuer jedoch noch kein Diplom bekommen. Fuer die die's interessiert ist zu sagen dass die Ramones hier in Buenos Aires ihr allerletztes Konzert gespielt haben. Mit einem Ramones Shirt wurde man oft darauf angesprochen. Die Leute sind hier sehr an Rockmusik interessiert. Es wird sogar behauptet dass BA die Rock 'n Roll und Punkrock Hauptstadt Suedamerikas sei (allerdings von Einheimischen). Habe mir einige Einheimische Bands empfehlen lassen. Werden dann morgen fuer die Interessierten aufgelistet. Adios Bronco "el drollo musulman"

Tag 7:

"Oh mein Gott unsere Lehrerin ueberlegt uns abzugeben!"

Wir sind jetzt eine Woche in Buenos Aires und haben immer noch Geld, somit sollten alle Skeptiker ruhig gestellt sein!

Hola chicos y pollos.

Wie ihr seht sind unsere Spanisch Kenntnisse nach 2 Tagen Kurs kaum noch zu toppen. Realistisch betrachtet koennen wir uns kaum noch verbessern. Es ist hart der Beste zu sein.

Hier zwei der wichtigsten Woerter der spanischen Sprache:

musulman = Moslem

polaco = ein Pole -> polacos = mehrere Polen

Wir hoffen ihr koennt diese neu erworbenen Woerter sofort umsetzen!

Also wir haben jetzt jeden Tag 4 Stunden Spanisch Unterricht. Da wir erst am Mittwoch mit dem Kurs begonnen haben sind wir 3 gleich mal 'ne eigene Gruppe mit eigener Lehrerin. Und das ganze zum Normalpreis. Denken wir zumindest. WOW. Ist wieder wie in der Schule, mit Hausuebungen und in der Ecke stehen wenn man etwas ausgefressen hat "g".

Sind gestern mit einer Reisegruppe, aus Cordoba um die Haeuser gezogen, und laut ihnen ist Cordoaba die bester Stadt der Welt. Werden nach Montevideo also aller Voraussicht nach einen Abstecher nach Cordoba machen muessen. Morgen oder heute mehr fuer euch Wissbegierigen Daheimgebliebenen.

Adios

Bronco o el musulman

 

 

 

 

 

Hey Leute!

Nun sind die ersten 2 Tage in Buenos Aires also rum. Gestern wurde auch mein Rucksack noch in unser Hostel geliefert. So kann's weitergehen. Ausserdem haben wir uns gestern auf die Suche nach einer Spanish-School gemacht und sind dabei auch gleich bei der zweiten Schule fuendig geworden. Ab heute 2 Uhr Ortszeit ist dann also bis naechsten Dienstag taeglich 4 Stunden Pauken angesagt. Unser Ziel nach diesem 20 Stunden Spanisch-Kurs fliessend Spanisch zu sprechen ist hoch gesetzt wenn nicht sogar utopisch "g". Aber man braucht ja Ziele. Auch eine Stadtrunde ohne bestimmtes Ziel haben wir gestern gemacht. So sahen wir einige coole Parks, Strassenmusikanten das Bahnhofsviertel und gleich daran anschliessend ein Hafen und Industrieviertel. Abends wurde gemeinsam mit unseren neuen Hostel Freunden Bier aus den typisch Argentinischen 1L Flaschen genossen. Derart gestaerkt werden wir heute voller Enthusiasmus unser Spanisch Vokabular auffrischen.

Also dann,

Alex

 

Sonntag um 10:00 gehts endlich los!

Abflug in München 10:00

Ankunft in Buenos Aires um 8:45

Ankunft in Buenos Aires Also liebe Leute. Wir sind nun gestern nach ca. 22 Stunden effektiver Flugzeit in Buenos Aires angekommen. Auf den Flughaefen verlief alles quasi reibungslos, wobei man hier vielleicht das super "ambitionierte" Sicherheitspersonal des Flughafens in Atlanta mal hervorheben sollte *g*. Ach ja, mein Gepaeck ist wohl auch irgendwo in Atlanta zurueckgeblieben. Mal schauen ob es heute nachkommt. Sind zwar erst gestern angekommen, trotzdem kann man bereits sagen dass Buenos Aires eine richtig interessante Stadt ist. Eine witzige und wilde Mischung aus den verschiedensten Einfluessen. Die erste Impression waren gleich die um Kundschaft buhlenden Taxifahrer. Wider Erwarten jedoch total unkompliziert und halfen uns dann auch gleich noch unseren "Hardcore Penny Pincher" Bus zu finden. Die 3 Stunden Fahrt mit dem Bus waren es auf alle Faelle wert. Sollte man sich in Oesterreich mal ein Beispiel nehmen. Hier wird jede Strassenecke und jeder Passagier mitgenommen und das ganze mit Topspeed. Also soviel zum ersten, wir gruessen alle unsere Lieben Daheimgebliebenen, Freunde und natuerlich auch Sympathisanten. Adios muchachos alex, berni, moni